Anklage gegen sieben Männer wegen Waffenbeschaffungen für die Hamas

Die Bundesanwaltschaft hat am 8. September 2026 Anklage gegen sieben Männer erhoben, die mutmaßlich Waffen für die Hamas beschaffen sollten. Angeklagt sind der Deutsche Abed Al G., der Däne Yousif C., die im Libanon geborenen Borhan El-K. und Wael F.M., der Deutsche Ahmad I., der im Libanon geborene Kamel M. und der Bulgare Mohammad S.

Allen wird vorgeworfen, Mitglieder einer ausländischen terroristischen Vereinigung (der Hamas) zu sein. Das ist in Deutschland strafbar nach Paragraf 129a des Strafgesetzbuches, der die Mitgliedschaft in Terrororganisationen unter Strafe stellt. Sie sollen zudem eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben. Verstöße gegen das Waffenrecht werden allen sieben zur Last gelegt. Borhan El-K., Wael F.M. und Ahmad I. sollen darüber hinaus gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft plante die Hamas spätestens seit Juli 2025 einen Mordanschlag in Deutschland oder Österreich gegen Repräsentanten Israels, gegen Menschen jüdischen Glaubens oder gegen pro-israelisch eingestellte Personen. Der Anschlag sollte Anfang Oktober 2025 stattfinden – in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum zweiten Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Hochrangige Hamas-Funktionäre sollen daraufhin die Angeschuldigten mit der Beschaffung von Waffen und Munition in Deutschland beauftragt haben.

Abed Al G., Wael F.M. und Ahmad I. wurden am 1. Oktober 2025 in Berlin festgenommen. Yousif C., Borhan El-K., Kamel M. und Mohammad S. kamen zwischen November 2025 und Mai 2026 in Polizeigewahrsam. Alle sieben befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Zum Zeitpunkt der Festnahmen hatte die Gruppe nach Angaben der Bundesanwaltschaft bereits ein funktionsfähiges vollautomatisches Gewehr, 13 funktionsfähige Pistolen sowie über 700 Schuss Munition besorgt. Ein Teil der Waffen wurde nach Wien gebracht und dort gelagert. Der gesondert verfolgte Mohammed A., der zur Führungsebene der Hamas gehört haben soll, fertigte ein Bekennervideo an, in dem er den geplanten Anschlag im Namen der Hamas ankündigte. Die Bundesanwaltschaft hatte A. im November 2025 im Wege der Rechtshilfe in London festnehmen lassen. Er wurde bislang nicht nach Deutschland überstellt.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft vom 11. September 2026. Original beim Generalbundesanwalt.

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