Anklage gegen zwei Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe LVW erhoben

via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe „Letzte Verteidigungswelle“ (LVW) erhoben. Das Verfahren wird vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg verhandelt, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte.

Den Ermittlungen zufolge sollen die beiden Beschuldigten als Jugendliche mit Verantwortungsreife die LVW unterstützt haben. Die Gruppierung verfolgte das Ziel, durch Gewalttaten gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems in Deutschland herbeizuführen. Geplant waren Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime sowie Einrichtungen des linken politischen Spektrums.

Am 5. Januar 2025 beteiligten sich beide Verdächtige nach Erkenntnissen der Ermittler an einem Anschlagsversuch auf eine Asylbewerberunterkunft in Schmölln. Sie schlugen demnach ein Fenster ein und versuchten, Pyrotechnik in das Gebäude zu schießen. Ein Feuer entstand nicht. Während einer der Verdächtigen die Tat filmte, sicherte der andere das Geschehen ab.

Einer der beiden Beschuldigten sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Gegen den zweiten Verdächtigen wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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