Anklage nach Amokfahrt in Leipzig: 33-Jähriger soll zwei Menschen getötet haben

via dts Nachrichtenagentur

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Anklage gegen einen 33-jährigen Deutschen erhoben, der am 4. Mai in der Grimmaischen Straße eine Amokfahrt begangen haben soll. Der Mann tötete dabei zwei Menschen und gefährdete nach Angaben der Behörde weitere 85 Menschen, die er töten wollte.

Die Anklage beim Schwurgericht des Landgerichts Leipzig umfasst Mord in zwei Fällen, versuchten Mord in 85 Fällen, schweren gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr in 91 Fällen sowie gefährliche Körperverletzung in acht Fällen. Neben den beiden Todesopfern erlitten acht Menschen Verletzungen: Vier wurden direkt vom Fahrzeug erfasst, vier weitere verletzten sich durch Zusammenstöße mit erfassten Personen.

Die Staatsanwaltschaft sieht die Mordmerkmale der Heimtücke, der sonst niedrigen Beweggründe und des gemeingefährlichen Mittels als erfüllt an. Der Mann verfügt nach bisherigen Erkenntnissen über keine Vorstrafen.

Nach seiner Festnahme wurde der Angeschuldigte in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Ein vorläufiges Gutachten des forensisch-psychiatrischen Sachverständigen deutet nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht auf Schuldunfähigkeit oder verminderte Schuldfähigkeit hin. Die Behörde hat deshalb die Aufhebung des Unterbringungsbefehls und den Erlass eines Haftbefehls beantragt. Das Landgericht hat über diese Anträge noch nicht entschieden.

Gegenüber den Ermittlungsbehörden machte der Mann bislang keine Aussage zum Tatvorwurf. Dem Sachverständigen gegenüber äußerte er sich jedoch. Zu weiteren Details des Tatgeschehens äußerte sich die Staatsanwaltschaft mit Blick auf die bevorstehende Hauptverhandlung nicht.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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