Arbeitslosenquote im Rheinisch-Bergischen Kreis im Juli 2026: leicht gesunken

Im Juli 2026 waren 9.818 Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis arbeitslos gemeldet, 85 weniger als im Juni. Die Quote von 6,3 Prozent liegt deutlich unter dem Landeswert von Nordrhein-Westfalen von 7,9 Prozent.

Gegenüber Juli 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 87 abgenommen, das sind 0,9 Prozent weniger.

Ein Blick auf die Details zeigt: 4.130 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,7 Prozent. Die übrigen 5.688 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 3,7 Prozent.

Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 11.752 Personen beziehungsweise 7,5 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.

Wer ist betroffen?

Im Juli waren 845 der Arbeitslosen im Rheinisch-Bergischen Kreis jünger als 25 Jahre (66 mehr als im Vormonat). 3.842 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 39 Prozent aller Betroffenen. 3.829 sind 50 Jahre oder älter. 3.225 haben keinen deutschen Pass, 816 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Rheinisch-Bergischen Kreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Rheinisch-Bergischen Kreis bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 6,3 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 6,2 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (5,2 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (6,3 Prozent) liegen 1,1 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 9.584 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Rheinisch-Bergischen Kreis?

Auffällig ist die Zahl nicht: 65 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Rheinisch-Bergischen Kreis entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 60,4 Fällen liegt. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 321 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.