4.683 Menschen waren im Juli 2026 im Kreis Steinburg arbeitslos gemeldet. Das sind 280 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 6,3 Prozent — knapp über dem Landeswert von Schleswig-Holstein von 5,9 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 295 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 6,7 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.988 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,7 Prozent. Die übrigen 2.695 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 3,6 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 5.773 Personen beziehungsweise 7,7 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 609 der Arbeitslosen im Kreis Steinburg jünger als 25 Jahre (93 mehr als im Vormonat). 1.462 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 31 Prozent aller Betroffenen. 1.593 sind 50 Jahre oder älter. 1.321 haben keinen deutschen Pass, 233 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Kreis Steinburg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Kreis Steinburg entspannt: von 6,4 auf 5,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 5,1 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 4.310 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Kreis Steinburg?
Die Zahl ist gestiegen: 26 Unternehmen meldeten 2024 im Kreis Steinburg Insolvenz an, nach durchschnittlich 17,2 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Zugleich wurden 43 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.
Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.