Ein tragischer Arbeitsunfall in Hamburg-Wilhelmsburg hat Anfang Juni zum Tode eines 27-Jährigen geführt. Der Mann erlitt bei Abrissarbeiten an einem Mehrfamilienhaus in der Fährstraße schwerste Verletzungen und verstarb noch an der Baustelle. Unbekannte transportierten den bereits verstorbenen Mann daraufhin nach Hamburg-Rissen und legten ihn dort in einem Waldstück in der Straße In den Bargen ab.
Passantinnen entdeckten die leblose Person und alarmierten die Polizei. Die Ermittlungen begannen zunächst unter Leitung der Mordkommission (LKA 41) in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hamburg. Mittlerweile hat die Fachdienststelle für Arbeitsunfälle im Landeskriminalamt (LKA 45) die Ermittlungen übernommen und führt diese weiter fort. Der Verdacht lautet auf fahrlässige Tötung.
Die Polizei Hamburg sucht weiterhin nach Zeuginnen und Zeugen, die Informationen zu den Vorfällen haben. Gesucht werden Hinweise zu beteiligten Personen, Fahrzeugen oder sonstigen Beobachtungen rund um die Baustelle in der Fährstraße oder zum Transport des Leichnams. Bereits in der 27. Kalenderwoche hatte die Polizei im Bereich der betreffenden Baustelle einen Zeugenaufruf ausgehängt. Hinweise können unter der Telefonnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei jeder Polizeidienststelle gemeldet werden.