Baden-Württemberg: Bodenfeuchte-Lage mit regionalen Unterschieden – 20. Juni 2026

Die aktuelle Dürrekarte des UFZ-Dürre­monitors zeigt für Baden-Württemberg ein differenziertes Bild: Während der Süden und die Mitte des Landes deutliche Trockenheit aufweisen, sind der Nordwesten und Westen teilweise von moderater Trockenheit betroffen. Der Nordosten zeigt ungewöhnlich trockene Bedingungen.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Verteilung: Der zentrale und südliche Teil Baden-Württembergs wird von schwerer bis extremer Dürre geprägt. Die dunkelroten Flächen konzentrieren sich auf das Neckartal, die Hohenlohe und Teile Oberschwabens. Der Südosten weist durchgehend rote bis dunkelrote Färbung auf, was auf eine schwere bis extreme Dürre hindeutet. Der Westen und Nordwesten sind mit orangen bis hellgelben Bereichen weniger stark betroffen und zeigen moderate bis ungewöhnlich trockene Bedingungen. Der äußerste Nordwesten und Südwesten des Landes weisen stellenweise noch ungewöhnlich trockene Bedingungen (hellgelb) auf.

Wetterlage verstärkt die Situation: Die Bodenfeuchte-Bilanz wird durch die aktuelle Wetterlage verschärft. In den vergangenen sieben Tagen fiel kein Niederschlag, während die Durchschnittstemperatur bei 24,3°C lag und Spitzenwerte von 34,6°C erreichten. Die kommenden drei Tage zeigen kein Niederschlagsrisiko bei erwarteten Höchsttemperaturen von 34,4°C. Die UFZ-Karte bildet ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe ab, weshalb die aktuelle Hitzeperiode sich erst verzögert in einer weiteren Austrocknung bemerkbar macht.

Bedeutung für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft: Die schwere bis extreme Dürre in Südost- und Mittelbaden-Württemberg beeinträchtigt die Bodenfeuchteverfügbarkeit für landwirtschaftliche Kulturen erheblich. Grundwasserspeicher reagieren träge auf kurzfristige Trockenperioden, doch andauernde Niederschlagsdefizite verschärfen das Risiko für Sommerkulturen, Grünland und Waldbestände. Die weniger betroffenen westlichen Regionen bieten etwas mehr Spielraum.

Datenquelle und Aktualisierung: Die Karte stammt vom UFZ-Dürre­monitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und wird wöchentlich aktualisiert. Sie zeigt ein 14-tägiges Mittel und reagiert daher träge auf kurzfristige Wetterereignisse.

Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.

(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)