Baden-Württemberg: Deutliche Trockenheit im Süden und Osten – 7. Juni 2026

Der UFZ-Dürremonitor zeigt für Baden-Württemberg eine stark geteilte Bodenfeuchtesituation. Während der Westen und Nordwesten des Landes normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, herrscht im südlichen und östlichen Baden-Württemberg überwiegend schwere Dürreklasse mit deutlichen Trockenheitssignalen.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die regionale Verteilung zeigt erhebliche Unterschiede: Der Schwarzwald und die westlichen Landesteile sind größtenteils in grünen und blauen Bereichen dargestellt, was normale bis überdurchschnittliche Bodenfeuchte signalisiert. Im Kontrast dazu dominieren in der Schwäbischen Alb, dem Bodenseeraum und den östlichen Gebieten rote Flächen, die schwere Dürreklasse anzeigen. Vereinzelt sind auch dunkelrote Bereiche erkennbar, die auf extreme Dürreklasse hinweisen.

Die aktuellen Wetterdaten zeigen mit 6,3 mm Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen eine unterdurchschnittliche Regenaktivität bei moderaten Temperaturen um 17,8°C. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-Mittel für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, spiegelt die Karte die träge Reaktion der tieferen Bodenschichten wider. Die für die nächsten drei Tage prognostizierten 6,9 mm Niederschlag werden kurzfristig nur den Oberboden beeinflussen.

Die schwere Dürreklasse in den betroffenen Gebieten tritt statistisch etwa alle 20 Jahre auf und kann sich auf die Wasserversorgung von Kulturpflanzen und die Waldbrandgefahr auswirken. Landwirtschaftliche Betriebe in den roten Bereichen sollten ihre Bewässerungsstrategien entsprechend anpassen. Die normale Bodenfeuchte in den westlichen Landesteilen zeigt jedoch, dass die Trockenheitsproblematik regional begrenzt ist.

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