Baden-Württemberg: Moderate Dürreklasse im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – 29. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Baden-Württemberg ein deutlich geteiltes Bild der Bodenfeuchte. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, dominiert im südlichen Baden-Württemberg moderate Dürreklasse mit örtlichen Bereichen schwerer Dürreklasse.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigen sich starke Unterschiede: Der Norden Baden-Württembergs, insbesondere die Rheinebene und Teile des Kraichgaus, weist normale Bodenfeuchte auf. Im Gegensatz dazu sind weite Teile der Schwäbischen Alb, des Alpenvorlands und der südöstlichen Landesteile von moderater Dürreklasse betroffen. Vereinzelte Gebiete im Südosten zeigen schwere Dürreklasse.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche bestätigen die trockenen Bedingungen: Mit 0 mm Niederschlag bei durchschnittlich 22,5°C und Spitzenwerten bis 30,3°C verschärfte sich die Lage im Gesamtboden weiter. Da der UFZ-Dürrenmonitor ein 14-tägiges Mittel der Bodenfeuchte bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, reagiert er träge auf kurzfristige Wetteränderungen. Die für die nächsten drei Tage erwarteten 7,6 mm Niederschlag werden zunächst nur die oberflächlichen Bodenschichten erreichen.

Die moderate Dürreklasse in den betroffenen Gebieten tritt statistisch alle zehn Jahre auf und erfordert Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft. Bewässerungsmaßnahmen sollten in den orange markierten Gebieten erwogen werden. Die Forstwirtschaft sollte die Waldbrandgefahr im Auge behalten. Die Wasserversorger in den betroffenen Regionen empfiehlt sich eine kontinuierliche Überwachung der Pegelstände.

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