Die aktuelle Dürrekarte des UFZ-Dürremonitors vom 11. Juni zeigt für Bayern eine deutlich geteilte Bodenfeuchte-Situation. Während der südliche Landesteil von schwerer Dürre (rote Bereiche) dominiert wird, herrscht im nördlichen Bayern überwiegend moderate Dürre (orange Bereiche). Kleinere Gebiete im zentralen Bayern weisen normale Bodenfeuchte-Verhältnisse auf.

Regional zeigt sich ein klares Süd-Nord-Gefälle: Die Alpenregion und große Teile Südbayerns befinden sich in der Klasse „schwere Dürre“, die statistisch alle 20 Jahre auftritt. Der Großraum München und angrenzende Gebiete zeigen ebenfalls diese Trockenheitsstufe. Im mittleren und nördlichen Bayern dominiert moderate Dürre, während vereinzelte Bereiche in Mittel- und Nordbayern normale Bodenfeuchte aufweisen – erkennbar an den gelben und stellenweise grünen Bereichen auf der Karte.
Die UFZ-Dürrekarte zeigt als 14-tägiges Mittel den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe, der träge auf Niederschläge reagiert. Mit 22,7 mm Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen bei durchschnittlich 14,4°C gab es moderate Regenmengen, die jedoch den tieferen Bodenschichten noch nicht zugutegekommen sind. Die kommenden drei Tage bringen mit nur 1,4 mm erwarteten Niederschlägen bei Höchsttemperaturen bis 25,3°C wenig Entspannung.
Schwere Dürre bedeutet für die Landwirtschaft spürbare Einschränkungen beim Pflanzenwachstum und erhöhten Bewässerungsbedarf. Forstwirtschaftlich steigt das Waldbrandrisiko in den betroffenen Regionen deutlich an. Die normale Bodenfeuchte in Teilen Nord- und Mittelbayerns bietet dort günstige Bedingungen für die Vegetation.
Den aktuellen Wetterbericht für Bayern finden Sie hier. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel der Bodenfeuchteverhältnisse.