Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Bayern eine deutlich angespannte Bodenfeuchte-Situation. Weite Teile des Freistaats befinden sich in der Klasse „schwere Dürre“ (rot), während im Süden und Osten vereinzelt extreme Dürre (dunkelrot) auftritt. Nur im äußersten Norden zeigen sich noch moderate bis normale Bodenfeuchte-Verhältnisse.

Regional zeigt sich ein klares Nord-Süd-Gefälle: Während der Norden Bayerns noch überwiegend orange bis gelbe Bereiche aufweist, die auf moderate Dürre bis ungewöhnliche Trockenheit hindeuten, dominieren in Mittel- und Südbayern rote Flächen. Besonders betroffen sind die östlichen und südöstlichen Regionen, wo dunkelrote Bereiche auf extreme Dürre-Bedingungen hinweisen. Diese statistisch nur alle 30 Jahre auftretende Trockenheit erfasst etwa 15-20 Prozent der Landesfläche.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 17,8 mm Niederschlag moderate Regenmengen, die jedoch bei der trägen Reaktion des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe noch nicht vollständig in der UFZ-Karte sichtbar sind. Das 14-Tage-gleitende Mittel des Monitors spiegelt die längerfristige Entwicklung wider. Die prognostizierten 15,1 mm Niederschlag für die kommenden drei Tage könnten die Situation im Oberboden kurzfristig entspannen.
Die schwere Dürre in weiten Teilen Bayerns wirkt sich spürbar auf die Landwirtschaft aus, wo Bewässerungsmaßnahmen verstärkt notwendig werden. Auch die Forstwirtschaft beobachtet die Entwicklung aufmerksam, da die anhaltende Trockenheit die Baumvitalität beeinträchtigen kann. Wasserwirtschaftlich relevante Grundwasserstände könnten bei anhaltender Trockenheit weiter sinken.
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