Bayern: Schwere Dürre im Süden, normale Bodenverhältnisse im Norden – 4. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Bayern ein deutlich geteiltes Bild: Während der Süden und weite Teile Ostbayerns von schwerer Dürre betroffen sind, weist der Norden des Freistaats normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf. Der UFZ-Dürremonitor zeigt für etwa zwei Drittel der Landesfläche rote Markierungen, die einer schweren Dürre entsprechen – einem Ereignis, das statistisch alle 20 Jahre auftritt.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Der gesamte Alpenraum, das Alpenvorland und große Teile der Oberpfalz sind von schwerer Dürre gekennzeichnet. Besonders ausgeprägt ist die Trockenheit in Ostbayern, wo teilweise dunkelrote Bereiche auf extreme Dürrebedingungen hinweisen. Im Kontrast dazu präsentieren sich Teile Oberfrankens und Mittelfrankens in grünen bis blauen Farbtönen, was normale bis überdurchschnittliche Bodenfeuchte anzeigt. Die mittleren Regionen um Würzburg und Nürnberg zeigen überwiegend orange Bereiche mit moderater Dürre.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche relativieren das Kartenbild teilweise: Mit durchschnittlich 21,9 mm Niederschlag in den letzten sieben Tagen und gemäßigten Temperaturen um 16,6°C hat sich die akute Situation oberflächlich entspannt. Da die UFZ-Karte jedoch ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, sind diese jüngeren Niederschläge noch nicht vollständig erfasst. Der Oberboden reagiert schneller auf Regenfälle als die tieferen Schichten.

Die schwere Dürre in den betroffenen Gebieten stellt eine spürbare Belastung für die Landwirtschaft dar, insbesondere für tiefwurzelnde Kulturen und Grünland. Für die Forstwirtschaft bedeuten die roten Bereiche eine deutlich erhöhte Waldbrandgefahr und Stress für die Baumbestände. Die kommenden drei Tage bringen voraussichtlich keinen Niederschlag bei Höchsttemperaturen um 25,4°C, was die Situation nicht entspannen wird.

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