Bayern: Schwere Dürre im Süden und Osten, normale Bodenfeuchte im Norden – 12. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Bayern ein geteiltes Bild: Während der Süden und Osten des Freistaats überwiegend von schwerer Dürre betroffen sind, weisen die nördlichen Regionen normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe zeigt damit deutliche regionale Unterschiede in der Wasserversorgung.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders ausgeprägt ist die Trockenheit in den südöstlichen Landesteilen, wo sich ausgedehnte Gebiete mit schwerer Dürre (rote Klasse) erstrecken. Auch weite Teile Süd- und Ostbayerns zeigen moderate Dürrebedingungen (orange Klasse). Im Kontrast dazu präsentieren sich die nördlichen Regionen Frankens in normalem bis feuchtem Zustand, erkennbar an den blauen und grünen Farbtönen der Karte.

Die vergangene Woche brachte Bayern 21,1 Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 14,9 Grad Celsius. Diese Regenmenge kann kurzfristig die obersten Bodenschichten befeuchtet haben, während der Gesamtboden aufgrund seiner trägen Reaktion die längerfristige Trockenphase noch widerspiegelt. Die kommenden drei Tage werden voraussichtlich niederschlagsfrei bei Höchsttemperaturen bis 21,6 Grad.

Die schwere Dürre in den südlichen und östlichen Landesteilen entspricht statistisch einem Ereignis, das etwa alle 20 Jahre auftritt. Für die Landwirtschaft bedeutet dies spürbare Belastungen bei der Wasserversorgung von Kulturpflanzen. Auch die Forstwirtschaft muss mit erhöhtem Trockenstress rechnen. Die normale Bodenfeuchte in Nordbayern bietet hingegen günstige Wachstumsbedingungen.

Den aktuellen Wetterbericht für Bayern finden Sie hier. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-gleitendes Mittel der Bodenfeuchte.

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