Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Bayern eine deutlich angespannte Bodenfeuchtesituation. Weite Teile des Freistaats befinden sich in der Klasse „schwere Dürre“ (rot), während der Süden und Südosten von „extremer Dürre“ (dunkelrot) betroffen sind. Lediglich der äußerste Norden weist noch normale bis leicht trockene Bodenverhältnisse auf.

Regional zeigt sich ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle: Während Franken im Norden noch überwiegend normale Bodenfeuchte aufweist, dominieren in Mittelbayern rote Bereiche der schweren Dürre. Besonders kritisch ist die Lage in Südbayern, wo sich von den Alpen bis ins Voralpenland großflächig extreme Dürre (dunkelrot) ausgebreitet hat. Ostbayern zeigt ein Mosaik aus schwerer bis extremer Dürre.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche bestätigen die schwierige Lage: Mit nur 7,6 mm Niederschlag und Höchsttemperaturen bis 29,6°C blieb die Trockenphase bestehen. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,8 Meter Tiefe zeigt, reagiert sie träge auf kurzfristige Änderungen. Die für die kommenden drei Tage erwarteten 12 mm Regen können die tieferliegenden Bodenschichten zunächst nur oberflächlich entlasten.
Die schwere bis extreme Dürre in weiten Teilen Bayerns bedeutet statistisch gesehen Bedingungen, die nur alle 20 bis 30 Jahre auftreten. Für die Landwirtschaft entstehen spürbare Belastungen bei Bewässerung und Ertragserwartungen. Waldgebiete zeigen erhöhte Stress-Symptome, und die Wasserversorgung erfordert verstärkte Aufmerksamkeit. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und bildet die langfristige Entwicklung der Bodenfeuchte ab.
Den aktuellen Wetterbericht für Bayern finden Sie hier.