Die Bundespolizei hat seit der Wiedereinführung der Binnengrenzkontrollen in Bayern über 20.000 unerlaubte Einreisen festgestellt. Zwischen dem 16. September 2024 und dem 31. Mai 2026 registrierten die Beamten 20.284 illegale Grenzübertritte – davon 15.781 an der österreichischen und 4.503 an der tschechischen Grenze.
Von den aufgegriffenen Personen wurden 13.117 unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Der Großteil davon – 11.897 Personen – wurde an der österreichischen Grenze abgewiesen, 1.220 an der tschechischen.
Bei den Kontrollen nahm die Bundespolizei 1.015 Schleuser vorläufig fest, 941 davon an der Grenze zu Österreich und 74 an der zu Tschechien. Zusätzlich hinderten die Beamten 725 Personen mit einer Wiedereinreisesperre für Deutschland an der Einreise.
Als sogenannten „Beifang“ konnten die Polizisten 4.393 offene Haftbefehle vollstrecken – 3.534 an der österreichischen und 859 an der tschechischen Grenze. Zudem stellten sie 336 Personen aus dem links-, rechts- und ausländerextremistischen oder islamistischen Spektrum fest.
Für den Zeitraum seit dem 8. Mai 2025 bis zum 31. Mai 2026 weist die Statistik 11.911 unerlaubte Einreisen aus – 9.066 über Österreich und 2.845 über Tschechien. In diesem Zeitraum wurden 8.188 Personen zurückgewiesen oder zurückgeschoben, davon 7.365 an der österreichischen und 823 an der tschechischen Grenze.
Die Bundespolizei führt seit dem 16. September 2024 auf Anordnung der Bundesinnenministerin vorübergehend wiedereingeführte Binnengrenzkontrollen an allen landseitigen Schengenbinnengrenzen durch. Diese betreffen seit September auch die Landgrenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark. An den Grenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz fanden bereits zuvor Kontrollen statt.
Die Grenzkontrollen sind nach Angaben der Bundespolizei zum Schutz der inneren Sicherheit und zur Reduzierung irregulärer Sekundärmigration notwendig. Die Zahlen basieren auf der Polizeilichen Eingangsstatistik und können sich aufgrund von Nacherfassungen noch geringfügig ändern.