Die Bodenfeuchtesituation in Berlin und Brandenburg bleibt angespannt. Der aktuelle Dürremonitor des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für die Region überwiegend orange bis rote Färbungen, was auf moderate bis schwere Trockenheit im Boden hinweist. Besonders die östlichen Bereiche um Berlin sind von ausgeprägter Dürre betroffen.

Die Karte vom 6. Mai 2026 offenbart ein differenziertes Bild: Während im Nordwesten Brandenburgs noch gelbe Bereiche mit leichter Trockenheit zu sehen sind, zeigen sich südlich und östlich von Berlin dunkelorange bis rote Zonen. Diese signalisieren eine erhebliche Bodenfeuchte-Problematik. Am stärksten betroffen sind die Gebiete an der Grenze zu Sachsen und Polen, wo die dunkelroten Bereiche auf außergewöhnliche Dürre hindeuten.
Die 19,7 Millimeter Niederschlag der vergangenen Woche konnten die angespannte Lage nur oberflächlich entspannen. Bei Durchschnittstemperaturen von 15°C und Spitzenwerten bis 27,9°C war die Verdunstung hoch. Die kommenden drei Tage ohne erwarteten Regen und Höchsttemperaturen von 20,3°C werden die Situation weiter verschlechtern, da der Boden kontinuierlich Feuchtigkeit verliert.
Für die Landwirtschaft in der Region bedeutet dies erhöhten Bewässerungsbedarf, insbesondere für Kulturen in den sandigen Böden Brandenburgs. Waldbrandgefahr steigt an, und die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit unter Druck geraten. Gärten und Grünanlagen benötigen zusätzliche Bewässerung, um Schäden zu vermeiden.
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