Extreme Dürre in Ostbayern – Nur Nordbayern zeigt noch ausreichende Bodenfeuchtigkeit

Bayern erlebt eine dramatische Verschärfung der Dürresiutation: Während Ost- und Südbayern von extremer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen sind, zeigen nur noch Teile Nordbayerns ausreichende Bodenfeuchte. Der aktuelle Dürremonitor des UFZ Helmholtz-Zentrums offenbart ein besorgniserregendes Nord-Süd-Gefälle beim Soil Moisture Index.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders dramatisch stellt sich die Lage in den östlichen und südöstlichen Regionen dar: Von Passau über Regensburg bis nach Ingolstadt herrscht vielerorts außergewöhnliche Dürre, erkennbar an den dunkelroten Einfärbungen der UFZ-Karte. Auch große Teile Oberbayerns und der Alpenregion sind von schwerer bis extremer Dürre betroffen. Lediglich in Nordbayern, insbesondere in Unter- und Oberfranken sowie Teilen der Oberpfalz, zeigen sich noch gelbe bis grünliche Bereiche mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die Sorge: Mit nur 5,3 Millimetern Niederschlag und Höchsttemperaturen bis 24,6 Grad konnte sich die Bodenfeuchtigkeit nicht erholen. Die Wetterprognose verspricht keine Entspannung – in den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag zu erwarten bei Höchstwerten um 23 Grad. An der angespannten Dürresiutation ändern auch die nächtlichen Temperaturrückgänge auf 4,5 Grad wenig, da die oberflächliche Abkühlung die tieferen, ausgetrockneten Bodenschichten nicht erreicht.

Für die bayerische Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung massive Herausforderungen: Besonders in den betroffenen Regionen Ost- und Südbayerns drohen Ernteausfälle bei Getreide und Futterpflanzen. Auch die Wasserversorgung könnte in den am stärksten betroffenen Gebieten unter Druck geraten. Wälder und Ökosysteme leiden bereits unter dem Wassermangel, was das Risiko für Waldbrände erhöht.

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