Der aktuelle UFZ Dürre-Monitor zeigt für Berlin und Brandenburg ein differenziertes Bild der Bodenfeuchtesituation. Während in weiten Teilen Brandenburgs noch normale bis leicht trockene Bedingungen herrschen, sind bereits erste Bereiche von mäßiger Trockenheit betroffen.

Besonders auffällig ist das Mosaik aus gelben und orangefarbenen Gebieten im südlichen und östlichen Brandenburg, das auf beginnende Trockenheitsprobleme hindeutet. Der Großraum Berlin selbst zeigt noch überwiegend gelbe Färbung, was normale bis leicht unterdurchschnittliche Bodenfeuchte bedeutet. Im Kontrast dazu stehen die westlichen Bereiche Brandenburgs, wo teilweise noch ausreichende Bodenfeuchtewerte vorliegen.
Die Niederschläge der vergangenen Woche mit durchschnittlich 22,8 mm haben die Situation stabilisiert, aber nicht grundlegend verbessert. Bei milden Temperaturen um 10,8°C konnte das Wasser zwar in den Boden eindringen, doch für eine nachhaltige Erholung der tieferen Bodenschichten reichen diese Mengen nicht aus. Auch die für die nächsten drei Tage prognostizierten 8,1 mm Niederschlag werden bei den erwarteten Temperaturen um 14,4°C nur oberflächliche Linderung bringen.
Für die Landwirtschaft bedeutet dies eine zunehmend angespannte Situation. Während Wintergetreide noch von den Niederschlägen profitieren kann, könnten Sommerkulturen bereits unter Stress geraten. Die Forstwirtschaft muss besonders die östlichen Bereiche Brandenburgs im Auge behalten, wo sich die Waldbrandgefahr erhöhen könnte. Die Wasserversorgung ist derzeit noch nicht gefährdet, jedoch sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgt werden.
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