Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Deutschland ein stark gespaltenes Bild der Bodenfeuchte-Situation. Während der Süden und Südosten großflächig von extremer Dürre betroffen sind, herrschen im Nordwesten normale bis feuchte Bodenverhältnisse vor. Etwa 40 Prozent der Landesfläche weisen Trockenheitsstufen auf.

Im Detail zeigt sich eine deutliche Nord-Süd-Teilung: Bayern und Baden-Württemberg sind großflächig von schwerer bis extremer Dürre (rot bis dunkelrot) geprägt, mit einzelnen Regionen in der höchsten Klasse der außergewöhnlichen Dürre. Auch Sachsen, Thüringen und Teile von Sachsen-Anhalt weisen überwiegend schwere Dürreklassen auf. Demgegenüber stehen Schleswig-Holstein, weite Teile Niedersachsens sowie Nordrhein-Westfalen mit normalen bis feuchten Bodenverhältnissen dar. Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg zeigen ein Mosaik aus ungewöhnlich trockenen bis moderat dürren Bedingungen.
Die Wetterdaten der vergangenen sieben Tage unterstützen diese Entwicklung: Während Nordrhein-Westfalen 27,7 mm und Sachsen-Anhalt 20,1 mm Niederschlag erhielten, blieben Berlin (0,5 mm), Brandenburg (0,7 mm) und das Saarland (0,7 mm) fast niederschlagsfrei. Bayern verzeichnete mit 14,4 mm moderate Regenmengen, die jedoch bei der extremen Ausgangslage im Gesamtboden kaum Entspannung bringen. Die Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt als 14-Tage-Mittel den träge reagierenden Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe, weshalb kurzfristige Niederschläge noch nicht sichtbar werden.
Für die kommenden drei Tage sind in den meisten Bundesländern weitere Niederschläge angekündigt, mit größeren Mengen in Schleswig-Holstein (20,1 mm), Hamburg (17,1 mm) und Bayern (15,8 mm). Diese könnten die Oberböden entlasten, während der Gesamtboden Zeit zur Erholung benötigt. In den von extremer Dürre betroffenen Regionen bedeutet dies erhebliche Belastungen für Land- und Forstwirtschaft sowie potenzielle Auswirkungen auf die regionale Wasserversorgung.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Baden-Württemberg: Schwere Dürre im Süden und Osten, normale Bodenfeuchte im Nördlichen Landesteil – 3. Juni 2026
- Bayern: Anhaltende Dürreklassen im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – 3. Juni 2026
- Berlin: Moderat trockene Böden im Süden bei weiterhin normaler Bodenfeuchte im Norden – 3. Juni 2026
- Bodenfeuchte-Lage Bremen: Gesamtboden weiterhin moderat trocken am 3. Juni 2026
- Bodenfeuchte-Lage in Nordrhein-Westfalen: Ungewöhnlich trockene Bedingungen im Juni 2026
- Bodenfeuchte-Lage in Rheinland-Pfalz: Moderate Trockenheit im Süden, normale Verhältnisse im Norden (3. Juni 2026)
- Brandenburg: Ungewöhnlich trockene Böden im Süden, normale Verhältnisse im Norden – 3. Juni 2026
- Hamburg: Bodenfeuchte-Lage zeigt regionale Unterschiede – 1. Juni 2026
- Hessen: Deutliche Trockenheit im Gesamtboden – moderate bis schwere Dürre regional verschärft sich
- Mecklenburg-Vorpommern: Moderate Trockenheit im Osten, feuchte Bereiche im Zentrum – Bodenfeuchte-Lage vom 1. Juni 2026
- Niedersachsen: Ungewöhnlich trockene Böden im Nordosten, normale Verhältnisse im Süden – 3. Juni 2026
- Saarland: Bodenfeuchte-Lage zeigt regionale Unterschiede – Juni 2026
- Sachsen-Anhalt: Gemischte Bodenfeuchte-Lage mit moderater Trockenheit im Süden – 3. Juni 2026
- Sachsen: Schwere Dürreklasse dominiert weite Teile des Bundeslands – UFZ-Karte vom 1. Juni
- Schleswig-Holstein: Gespaltene Bodenfeuchte-Lage zum 1. Juni 2026
- Thüringen: Dürre verschärft sich – Schwere Trockenheit in weiten Landesteilen (1. Juni 2026)