Sachsen: Schwere Dürreklasse dominiert weite Teile des Bundeslands – UFZ-Karte vom 1. Juni

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Sachsen eine deutlich verschärfte Bodentrockenheit. Weite Teile des Bundeslands weisen schwere Dürreklassen auf, wobei besonders die östlichen und zentralen Regionen von rot markierten Gebieten geprägt sind. Der westliche Teil Sachsens zeigt hingegen teilweise noch moderate Dürreklassen in orange sowie vereinzelt normale Bodenverhältnisse.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional betrachtet sind die östlichen Landesteile und große Bereiche Mittelsachsens von schwerer Dürreklasse (rot) betroffen. Im westlichen Sachsen, insbesondere im Vogtland und Teilen des Erzgebirgsvorlandes, dominieren moderate Dürreklassen (orange) mit hellgelben Bereichen. Die nördlichen Regionen um Leipzig zeigen ein gemischtes Bild aus schwerer und moderater Dürreklasse.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit nur 6,3 mm Niederschlag eine deutlich unterdurchschnittliche Regenverteilung. Bei Durchschnittstemperaturen von 17,1°C und Höchstwerten bis 24,9°C verschärft sich die Situation für den Gesamtboden weiter. Der UFZ-Dürremonitor bildet als 14-Tage-Mittel die träge Reaktion des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe ab, weshalb kurzfristige Niederschläge erst verzögert sichtbar werden. Die für die kommenden drei Tage erwarteten 14,7 mm Niederschlag können die angespannte Lage im Gesamtboden zunächst nicht grundlegend verbessern.

Schwere Dürreklassen bedeuten für die Landwirtschaft deutliche Einschränkungen bei der Wasserversorgung der Pflanzen und können Erträge spürbar beeinträchtigen. Wälder zeigen bei diesen Bedingungen Stresssymptome, und die Waldbrandgefahr steigt an. Wasserwirtschaftlich erfordern solche Bodenverhältnisse verstärkte Beobachtung der Grundwasserstände und mögliche Anpassungen bei der Wasserentnahme.

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