Berlin und Brandenburg zeigen sich am 12. Mai 2026 von einer moderaten Trockenheit geprägt, wie der aktuelle UFZ Dürremonitor verdeutlicht. Während extreme Dürrezonen vor allem im Südosten und Nordosten der Region auftreten, bewegt sich die Hauptstadtregion im gelb-orangen Bereich der Bodenfeuchtigkeitsskala.

Besonders auffällig sind die dunkelroten Bereiche im südlichen Brandenburg und entlang der Elbe, wo außergewöhnliche Dürre herrscht. Die nördlichen Gebiete um die Mecklenburgische Seenplatte zeigen hingegen deutlich bessere Werte mit teilweise gelben bis weißlichen Bereichen. Berlin selbst liegt in einem Übergangsbereich mit überwiegend orangen Farbtönen, was auf mäßige bis moderate Trockenheit hindeutet.
Die schwachen Niederschläge der vergangenen Woche von nur 5,1 Millimetern konnten die angespannte Bodenfeuchtesituation nicht nachhaltig entspannen. Trotz der für Mai relativ milden Durchschnittstemperatur von 10,4 Grad und Höchstwerten um 20,6 Grad blieben die tieferen Bodenschichten trocken. Auch die für die kommenden drei Tage erwarteten 3,3 Millimeter Regen werden bei den prognostizierten Temperaturen zwischen 4,5 und 14,5 Grad nur oberflächlich wirken – für eine deutliche Verbesserung der Bodenfeuchtigkeit in 60 Zentimeter Tiefe sind deutlich ergiebigere Niederschläge über längere Zeiträume erforderlich.
Für die Landwirtschaft in der Region bedeutet die anhaltende Trockenheit eine Herausforderung, insbesondere für das Pflanzenwachstum in der wichtigen Frühjahrsphase. Während die Wasserversorgung der Hauptstadt derzeit nicht gefährdet ist, könnten sich bei anhaltender Trockenheit Probleme für die Forstwirtschaft und kleinere Gewässer entwickeln. Die Waldbrandgefahr dürfte bei den milden Temperaturen weiter erhöht bleiben.
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