Eine Woche vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl zeichnet sich ein Zweikampf zwischen der Linken und der CDU ab. Das ZDF-Politbarometer zeigt ein enges Rennen an der Spitze: Würde schon am kommenden Sonntag gewählt, kämen die Linken auf 23 Prozent, die CDU folgt knapp mit 21 Prozent. Die AfD erreicht 17 Prozent, die Grünen 16 Prozent, die SPD 10 Prozent und das BSW 3 Prozent. Alle anderen Parteien zusammen kommen auf 10 Prozent, wobei keine davon die Drei-Prozent-Hürde überschreitet.
Für den amtierenden Senat aus CDU und SPD würde diese Konstellation keine Mehrheit bedeuten. Zwei Koalitionen hätten hingegen mathematisch eine Mehrheit: ein Senat aus Linken, Grünen und SPD oder alternativ eine Regierung aus CDU, Grünen und SPD.
Die Experten der Forschungsgruppe Wahlen betonen allerdings Vorsicht: Die Werte geben nur eine Momentaufnahme wieder und stellen keine Prognose dar. Neben statistischen Fehlerbereichen, die bei Umfragen berücksichtigt werden müssen, können noch Mobilisierungserfolge einzelner Parteien bis zum Wahlsonntag Verschiebungen bringen. Deshalb sei völlig offen, welche Partei am Ende vorne liegen wird. Hinzu kommt: 28 Prozent der Befragten wissen derzeit noch nicht sicher, wen oder ob sie überhaupt wählen wollen.
Ein Vergleich zur letzten Wahl zeigt erhebliche Verschiebungen: 2023 kam die CDU noch auf 28,2 Prozent, die SPD auf 18,4 Prozent und die Grünen ebenfalls auf 18,4 Prozent. Die Linke erreichte damals nur 12,2 Prozent, die AfD 9,1 Prozent. Der starke Anstieg der Linken und die Schwäche der SPD sind damit die markantesten Veränderungen.
Bei der Frage nach den Spitzenkandidaten zeigt sich Unentschlossenheit: 25 Prozent wünschen sich Stefan Evers von der CDU als Regierungschef, 23 Prozent bevorzugen Elif Eralp von den Linken. Für Werner Graf von den Grünen sprechen sich nur 9 Prozent aus. 18 Prozent wollen keinen der drei und 25 Prozent kennen die Kandidaten nicht gut genug oder äußern sich nicht.
Auch bei der Koalitionsfrage ist die Unterstützung begrenzt: Eine Regierung aus Linken, SPD und Grünen findet noch die meiste Zustimmung mit 37 Prozent, wird aber von 55 Prozent als eher schlecht bewertet (8 Prozent sind unentschieden oder haben keine Meinung). Ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen befürworten nur 22 Prozent, während 64 Prozent es ablehnen (14 Prozent unentschieden).
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
Autor: dts Nachrichtenagentur