In Kranzberg hat eine kriminelle Bande eine über 70 Jahre alte Frau um ihr Vermögen gebracht. Die Betrüger setzten dabei eine abgewandelte Form eines bekannten Betrugsschemas ein und erbeuteten Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von über 140.000 Euro.
Am Mittwoch, 22. Juli 2026, meldete sich gegen 14 Uhr eine unbekannte Frau bei der Seniorin und gab sich als Ärztin des Klinikums Großhadern aus. Sie erzählte der Rentnerin, dass deren Tochter an Krebs im Endstadium erkrankt sei und nur durch eine sehr teure neue Behandlung geheilt werden könne. Die Frau forderte die Kranzbergerin auf, fast 200.000 Euro vorab zu bezahlen.
Die Seniorin antwortete, dass sie zwar ein Schließfach besitzt, aber nicht über eine so hohe Summe verfügt. Als die Anruferin dann gezielt nach Schmuck fragte, wurde der Geschädigten bewusst, dass es sich um Betrug handeln könnte. Sie beendete das Gespräch und versuchte, die Polizeiinspektion Freising anzurufen – ohne Erfolg.
Wenige Minuten später rief ein Mann an, der sich als Polizeibeamter der Polizeiinspektion Freising ausgab. Er warnte die Frau vor organisierten Banden im Landkreis und forderte sie auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zugleich suggerierte er, ihre Telefonleitung würde jetzt polizeilich überwacht. Im weiteren Gesprächsverlauf sprach er auch das Schließfach an und riet ihr, die darin befindlichen Wertgegenstände durch einen Polizisten abholen und in Sicherheit bringen zu lassen.
Kurz darauf klingelte ein Mann an ihrer Haustür, der sich als Hauptkommissar Berg vorstellte und seinen Dienstausweis zeigte. Dann verließ er wortlos das Grundstück.
Ein weiterer Anrufer, der sich als Herr Krause ausgab, forderte die Seniorin auf, zur Bankfiliale nach Freising zu fahren und ihr Schließfach zu entleeren. Während der Fahrt sollte sie das Handy nicht ausschalten; der Anrufer suggerierte, sie stehe unter ständiger polizeilicher Beobachtung. Auf der Kirchbergstraße sah die Frau den vermeintlichen Berg an einem größeren weißen Auto mit ausländischem Kennzeichen stehen.
Gegen 16 Uhr kam die über 70-Jährige bei der Bank an der Münchener Straße an und entleerte ihr Schließfach. Während der Rückfahrt berichtete der Anrufer ihr, dass inzwischen zwei Tatverdächtige festgenommen worden seien – und dass diese das weiße Auto hatten. Auf einem Zettel bei ihnen sollen Name und Adresse der Geschädigten notiert gewesen sein.
Der Betrüger forderte die Frau anschließend auf, den Inhalt des Schließfachs sowie alle Bargeld- und Schmuckbestände aus ihrem Haus in einen beschrifteten Schuhkarton zu packen und diesen an Berg zu übergeben. Die Seniorin kam dieser Forderung nach. Um etwa 18.30 Uhr übergab sie den Karton mit Geld und Wertgegenständen im Gesamtwert von über 140.000 Euro an den Abholer.
Der Mann, der sich als Hauptkommissar Berg ausgab, wird beschrieben als etwa 30 bis 40 Jahre alt, helle Haut, kurze bis mittellange braune Haare, trug einen Jogginganzug, kein Bart, keine Brille.
Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen übernommen. Sie sucht Zeugen, die im westlichen Bereich von Kranzberg verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Täter geben können. Zeugen werden gebeten, die Kriminalpolizei Erding unter der Telefonnummer 08122/9680 zu kontaktieren.
Warnung vor diesem Betrugsschema: Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Sicherheitshinweise: Beenden Sie Telefonate sofort, wenn Sie unsicher sind, wer anruft, und wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen. Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an – das tun nur Betrüger. Sprechen Sie am Telefon niemals über persönliche und finanzielle Verhältnisse. Überprüfen Sie Anrufe, indem Sie unter einer bekannten Nummer bei dem angeblich betroffenen Angehörigen anrufen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder rufen Sie die Polizei unter 110 an, wenn Sie unsicher sind. Informieren Sie auch Ihre Angehörigen über dieses Betrugsmuster und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (Claude von Anthropic) erstellt. Die Daten stammen aus zuverlässigen Quellen, der Text wurde maschinell generiert und redaktionell geprüft.
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