Die Woche vom 14. bis 20. September 2026 forderte die bayerische Polizei mit mehreren Tötungsdelikten, schweren Gewaltverbrechen und einem Großbrand. Die schwersten Vorfälle ereigneten sich in Nürnberg, Coburg, Mallersdorf-Pfaffenberg und Kirchanschöring – dazu beschäftigte der Auftakt des 191. Oktoberfestes die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof.
Den erschütterndsten Einzelfall meldete die Polizei aus Nürnberg-Großreuth bei Schweinau: Am 18. September 2026 fand eine Streifenbesatzung gegen 11:00 Uhr in der Rothenburger Straße eine 45-jährige Frau leblos in ihrer Wohnung auf. Sie wies Verletzungen auf, die auf ein Gewaltdelikt hindeuteten. Noch in der Wohnung nahmen die Beamten einen 20-jährigen Mann fest – es ist der Sohn der Getöteten. Der junge Mann ist deutsch-russischer Staatsangehöriger und wird verdächtigt, die Tat begangen zu haben. Die Mordkommission Nürnberg übernahm sofort die Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth koordiniert die Arbeit mit den Ermittlern. Mehr dazu
Ebenfalls ein vollendetes Tötungsdelikt ereignete sich in Coburg: In der Nacht zum Dienstag, 15. September, gegen 2:30 Uhr brach ein vermummter Mann in eine Wohnung in der Rosengasse ein und versetzte dem 45-jährigen Bewohner eine Stichverletzung am Oberkörper. Trotz Reanimationsmaßnahmen und Behandlung im Krankenhaus erlag das Opfer am Dienstagmorgen seinen schweren Verletzungen. Nach dem Tötungsdelikt an dem 45-Jährigen nahmen Spezialkräfte den 35-jährigen polnischen Tatverdächtigen am Mittwoch, 16. September, gegen 19 Uhr in einem Anwesen im Coburger Stadtteil Seidmannsdorf fest. Mehr dazu
In Mallersdorf-Pfaffenberg im Landkreis Straubing-Bogen hat ein 75-Jähriger seine 74-jährige Ehefrau am 16. September 2026 gegen 05:30 Uhr mit einem Messer attackiert. Die Frau befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Bett. Unmittelbar nach der Attacke verletzte sich der Mann selbst schwer mit dem Messer. Ein weiterer Hausbewohner wurde auf den Vorfall aufmerksam und alarmierte die Integrierte Leitstelle. Beide Personen wurden nach der medizinischen Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Mann erlitt schwere Verletzungen, die Frau wurde leicht verletzt. Die Kriminalpolizeiinspektion Straubing hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Regensburg die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes gegen den 75-jährigen Deutschen übernommen. Beide Personen befinden sich derzeit noch in stationärer Behandlung. Mehr dazu
In Kirchanschöring im Landkreis Traunstein hat ein Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am frühen Freitagmorgen, 18. September 2026, gegen 1:30 Uhr, zwei Menschen verletzt und ein Pferd getötet. Der Sachschaden wird auf einen hohen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt. Die Feuerwehren trafen auf den Vollbrand einer Scheune und konnten eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindern. Ein 24-jähriger Deutscher aus dem Landkreis wurde unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Mehr dazu
In Ansbach hat ein 38-Jähriger einen 34-Jährigen am Samstagmorgen, 12. September 2026, brutal attackiert. Gegen 05:30 Uhr gerieten die beiden Männer an der Kreuzung Würzburger Straße und Kronacher Straße in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlug der 38-Jährige seinen Kontrahenten zu Boden und trat mehrfach gegen dessen Kopf. Danach flüchtete er. Das Opfer musste zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Staatsanwaltschaft Ansbach beantragte die Verhaftung des 38-Jährigen, ein Ermittlungsrichter erließ daraufhin einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Die Ansbacher Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Insbesondere der Fahrer eines roten Kleinwagens, der sich während der Tat in der Nähe befand, wird aufgefordert, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Mehr dazu
Ein 47-jähriger Radfahrer ist am Freitag, 18. September 2026, in Nürnberg nach einem schweren Verkehrsunfall gestorben. Der Mann erlitt bei der Kollision mit einem Auto schwere Verletzungen und verstarb später im Krankenhaus an den Folgen. Gegen 06:15 Uhr fuhr der 47-Jährige auf der Gleiwitzer Straße und wollte nach links in die Liegnitzer Straße abbiegen. Dabei übersah er nach Angaben der Ermittler einen entgegenkommenden Pkw, den eine 51-jährige Autofahrerin steuerte. Der Radfahrer trug einen Fahrradhelm. Mehr dazu
Ein 20 Jahre alter Mann aus Geretsried wurde am Sonntag, 13. September 2026, tot in einer Wohnung in Münsing entdeckt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Weilheim war eine tödliche Über- oder Mischdosis die Todesursache. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen; am Fundort sicherten die Ermittler Hinweise auf den Konsum von Betäubungsmitteln. Es gibt nach aktuellem Stand keine Anzeichen dafür, dass Dritte an dem Tod beteiligt waren. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd verzeichnet damit bereits den siebten Todesfall durch Drogen im Jahr 2026; im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 13 Fälle. Mehr dazu
Aus Buchloe wurde nachträglich ein Fall aus dem 5. August 2026 öffentlich gemacht: Gegen 10:00 Uhr überfiel ein unbekannter Mann ein Einfamilienhaus im Westen der Stadt, überwältigte den 69-jährigen Bewohner, bedrohte ihn mit einer Waffe und forderte den Tresorschlüssel. Der Mann, der auf ein Sauerstoffgerät angewiesen ist, erlitt schwere Verletzungen; der Täter raubte das Gerät, ließ das Opfer gefesselt und verletzt zurück und floh. Die Ehefrau fand ihren Mann erst gegen 18:25 Uhr. Die Kriminalpolizeistation Kaufbeuren ermittelt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Kempten wegen versuchten Tötungsdelikts und schweren Raubes. Mehr dazu
Der Auftakt des 191. Oktoberfestes beschäftigte die Bundespolizei München rund um den S-Bahn-Haltepunkt Hackerbrücke und den Münchner Hauptbahnhof mit mehreren Körperverletzungen, Widerstandshandlungen und einem Verstoß gegen das Waffenverbot. Gegen 21:45 Uhr beobachteten Bundespolizisten am Gleis 26 des Hauptbahnhofs, wie ein 31-jähriger Ukrainer seinen 35-jährigen Landsmann unvermittelt ins Gesicht schlug; es folgte eine gegenseitige körperliche Auseinandersetzung. Gegen Mitternacht mussten Beamte an der Hackerbrücke eingreifen, weil ein offensichtlich alkoholisierter 44-jähriger Deutscher andere Reisende anpöbelte und schließlich seinen eigenen Sohn attackiert hatte. Mehr dazu
In München meldete die Polizei mehrere Verkehrsunfälle mit schwer verletzten Personen. Am Dienstag, 15. September, gegen 15:10 Uhr stießen auf der Rosenheimer Straße in Großhelfendorf ein über 80-jähriger Pkw-Fahrer und ein 61-jähriger Lkw-Fahrer frontal zusammen, nachdem der ältere Fahrer auf die Gegenfahrbahn geraten war. Der über 80-Jährige wurde dabei schwer verletzt; ein Rettungshubschrauber brachte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Ebenfalls am Dienstag, 15. September, stürzte eine 70-jährige Radfahrerin auf der Zweibrückenstraße, nachdem sich ihr Vorderrad in Bahngleisen verfing; die 76-Jährige wurde schwer verletzt und kam ins Krankenhaus. Am Samstag, 19. September, gegen 12:20 Uhr stürzte eine 65-jährige Leichtkraftrad-Fahrerin nach einer Vollbremsung, um einen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Pkw zu verhindern; sie wurde schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Mehr dazu
In Nürnberg stellte die Polizei am 15. September 2026 bei der Aufnahme eines Ladendiebstahls umfangreiche Drogen und ein Messer sicher. Gegen 12:00 Uhr nahmen Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd am Heilbronner Platz einen Ladendiebstahl auf; der Verdacht richtete sich zunächst gegen eine 37-jährige Polin. In ihrer Tasche fanden sich Marihuana, Haschisch und Crystal Meth. In der Umhängetasche ihres 38-jährigen Begleiters entdeckten die Beamten weitere Betäubungsmittel und ein Einhandmesser. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haft gegen den 38-jährigen Iraker. Mehr dazu
Bei einem Großeinsatz gegen Drogenhandel durchsuchte die Kriminalpolizei Straubing am 16. September 2026 in den frühen Morgenstunden sechs Wohnungen und Arbeitsräume, unterstützt von Spezialkräften, Bereitschaftspolizei sowie Zentralen Einsatzdiensten aus Straubing und Passau. Die Maßnahmen richteten sich gegen drei Männer (48 und 43 Jahre alt) und eine 39-jährige Frau, die verdächtigt werden, mit Betäubungsmitteln in größeren Mengen gehandelt zu haben. Sichergestellt wurden mehrere Handys, Kleinmengen an Drogen sowie eine größere Menge Amphetamin. Auch eine Schusswaffe wurde beschlagnahmt. Gegen den 43-Jährigen erließ das Amtsgericht Regensburg am 17. September 2026 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg – Zweigstelle Straubing einen Untersuchungshaftbefehl. Mehr dazu
In Roßtal bedrohte ein 25-jähriger Mann am 19. September 2026 seinen Mitbewohner mit einer Schreckschusswaffe und randalierte anschließend im Anwesen. Ein 25-jähriger Mann hat am 19. September 2026 in Roßtal seinen Mitbewohner mit einer Schreckschusswaffe bedroht und anschließend in dem Anwesen randaliert. Mehrere Personen riefen die Polizei, nachdem der Mann gegen 15:45 Uhr in der Jahnstraße mit einer Pistole gesehen worden war. Als der 25-Jährige das Gebäude verließ, nahmen Polizeikräfte ihn fest. Bei der Festnahme wehrte er sich gegen die Beamten. In seiner Wohnung fanden die Polizisten eine geladene Schreckschusswaffe, die sie sicherstellten. Ein Alkoholtest zeigte, dass der Mann einen Blutalkoholwert von etwa 1,7 Promille hatte. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ließ ihm daraufhin Blut entnehmen. Da sich der 25-Jährige offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation befand, wurde er anschließend in einer Spezialklinik untergebracht. Mehr dazu
In Krumbach nahm die Polizei am 11. September 2026 zwei Männer fest, die einen 76-Jährigen um sein Erspartes gebracht haben sollen. Das Betrugssystem lief seit Anfang 2025: Die Täter nahmen über das Internet und das Mobiltelefon Kontakt zu dem Mann auf, versprachen große Gewinne durch Geldanlage und holten mehrfach Bargeld ab. Als im September eine weitere Übergabe im fünfstelligen Bereich stattfinden sollte, griff die Polizei zu und verhaftete einen 26-Jährigen sowie seinen 18-jährigen Fahrer – beides ukrainische Staatsangehörige. Der Gesamtschaden bewegt sich im sechsstelligen Bereich. Mehr dazu
Die Münchner Polizei meldete außerdem zwei Wohnungseinbrüche: In Bogenhausen drangen Täter zwischen Freitag, 18. September, 7 Uhr und Samstag, 19. September, 17 Uhr über die Eingangstür ein und entwendeten Schmuck sowie Wertgegenstände im Gesamtwert eines niedrigen fünfstelligen Eurobetrags. Ein weiterer Einbruch ereignete sich in Freimann am Donnerstag, 17. September. Die Polizei sucht in beiden Fällen Zeugen und nimmt Hinweise unter 089 2910-0 entgegen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In Mallersdorf-Pfaffenberg griff ein 75-Jähriger am 16. September seine schlafende Ehefrau mit einem Messer an und verletzte sich anschließend selbst schwer damit – die Kriminalpolizeiinspektion Straubing ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Mehr dazu In Coburg versetzte ein vermummter Täter in der Nacht zum 15. September einem 45-Jährigen eine Stichverletzung am Oberkörper, an der das Opfer später verstarb. Mehr dazu In Nürnberg fanden Beamte am 15. September bei einem Ladendiebstahlsverdächtigen ein Einhandmesser sowie Betäubungsmittel; der 38-jährige Begleiter kam in Haft. Mehr dazu Bei der Drogenrazzia in Straubing am 16. September stellten die Ermittler neben Amphetamin auch eine Schusswaffe sicher, die beschlagnahmt wurde. Mehr dazu In Roßtal bedrohte ein 25-Jähriger am 19. September seinen Mitbewohner mit einer geladenen Schreckschusswaffe; er wurde festgenommen. Mehr dazu Der versuchte Raubmord in Buchloe vom 5. August wird weiterhin verfolgt: Der unbekannte Täter bedrohte den 69-jährigen Bewohner mit einer Waffe und raubte dessen Sauerstoffgerät. Mehr dazu
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Tötungsdelikten: Innerhalb weniger Tage ermittelten Mordkommissionen in Nürnberg, Coburg, Mallersdorf-Pfaffenberg und Ansbach gleichzeitig wegen vollendeter oder versuchter Taten mit tödlichem Ausgang oder Tötungsvorsatz. Dazu kommt der siebte drogenbedingte Todesfall in Oberbayern Süd seit Jahresbeginn – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 13 Fällen im Vorjahreszeitraum, der aber zeigt, dass das Problem weiter präsent ist.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.