Im Bodenseekreis haben Telefonbetrüger zwei Seniorinnen um ihre Ersparnisse gebracht. Die Polizei warnt eindringlich vor der perfiden Masche des sogenannten Schockanrufs.
Am Montag gegen 11 Uhr kontaktierten Unbekannte eine 73-jährige Frau in Meckenbeuren. Die Betrüger spielten ihr vor, ihre Tochter habe einen schweren Unfall verursacht und benötige Geld für eine Kaution. Die verängstigte Seniorin übergab daraufhin einen fünfstelligen Euro-Betrag an einen unbekannten Abholer. Nach einem erneuten Anruf der Betrüger kam es sogar zu einer zweiten Geldübergabe an denselben Mann.
Ein nahezu identischer Fall spielte sich am Montagnamittag in Markdorf ab. Dort wurde eine 88-jährige Frau mit derselben Unfall-Lüge unter Druck gesetzt. Kurz vor 17 Uhr übergab auch sie einen fünfstelligen Bargeldbetrag an einen unbekannten Abholer. Nach Aussagen der Geschädigten ist der Mann etwa 150 bis 155 Zentimeter groß, von normaler Statur und spricht mit osteuropäischem Akzent.
Das Polizeirevier Friedrichshafen (Telefon: 07541/701-0) und das Polizeirevier Überlingen (Telefon: 07551/804-0) suchen nach den Abholern und bitten um Hinweise auf verdächtige Fahrzeuge in den Wohngebieten.
Die Polizei weist nochmals eindringlich darauf hin: Behörden fordern niemals Bargeld oder Kautionen am Telefon. Betroffene sollten bei solchen Anrufen sofort auflegen, eigenständig ihre Angehörigen kontaktieren und niemals Geld an Unbekannte übergeben.
Unfallflucht nach Kurvenschneiden in Tettnang
Nach einer Verkehrsunfallflucht am Montagabend gegen 21.30 Uhr auf der Bodnegger Straße bei Biggenmoos sucht das Polizeirevier Friedrichshafen nach dem Verursacher. Ein 26-jähriger Skoda-Fahrer war in Richtung Tettnang unterwegs, als ihm in einer Linkskurve ein bislang unbekannter Pkw entgegenkam. Der Unbekannte schnitt die Kurve derart scharf, dass der 26-Jährige auf die Gegenfahrbahn geriet. Um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern, musste er nach rechts ausweichen. Dabei geriet sein Skoda auf den Grünstreifen und touchierte einen Weidenzaun. Am Zaun entstand kein Schaden, doch am Skoda beläuft sich der Sachschaden auf rund 2.000 Euro. Der Unfallverursacher setzte seine Fahrt unerlaubt fort. Bei dem flüchtigen Fahrzeug soll es sich um einen grauen VW Tiguan handeln. Hinweise nimmt das Polizeirevier Friedrichshafen unter Telefon 07541/701-0 entgegen.
Elfjährige prallt gegen Pkw auf Bäckerei-Parkplatz
Nach einem Verkehrsunfall am zurückliegenden Freitagmorgen gegen 7 Uhr in der Ravensburger Straße in Meckenbeuren ermittelt der Polizeiposten wegen Fahrerflucht. Eine elfjährige Schülerin war mit ihrem Pedelec auf dem Radweg unterwegs, als ein schwarzer Pkw plötzlich direkt vor ihr nach rechts auf den Parkplatz einer Bäckerei abbog. Das Mädchen konnte nicht rechtzeitig bremsen, prallte gegen die Fahrertür und stürzte. Es zog sich leichte Verletzungen zu. Der Autofahrer parkte seinen Wagen, sprach kurz mit dem gestürzten Kind und begleitete es in die Bäckereifiliale, wo die Elfjährige ein Pflaster erhielt. Danach fuhr der Unbekannte jedoch weiter, ohne seine Personalien oder eine Erreichbarkeit zu hinterlassen. Die Schülerin fuhr zunächst weiter zur Schule, von wo aus ihre Mutter verständigt wurde. Am Fahrrad entstand ein Sachschaden von rund 200 Euro. Bei dem flüchtigen Fahrzeug handelt es sich um einen schwarzen Pkw mit Ravensburger Zulassung. Hinweise nimmt der Polizeiposten Meckenbeuren unter Telefon 07542/9432-0 entgegen.
VW-Fahrer verliert in Kurve Kontrolle – zwei Leichtverletzte
Ein Verkehrsunfall am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr auf der L 207 bei Friedrichshafen hat zwei leicht verletzte Personen und einen erheblichen Sachschaden zur Folge. Ein 21-Jähriger fuhr mit seinem VW von Markdorf kommend in Richtung Lipbach, als er in einer scharfen Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Mutmaßlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam der Wagen in der Kurve links von der Fahrbahn ab, rutschte einige Meter durch eine angrenzende Böschung und kam dort zum Stehen. Sowohl der 21-jährige Fahrer als auch seine 19-jährige Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. An dem Auto entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden von rund 40.000 Euro.
Betrunkener Fahrer verursacht Großsuche in Salem
Nach einem Verkehrsunfall in der Wehauser Straße in Salem hat ein mutmaßlicher Mitfahrer in der Nacht zum Dienstag das Weite gesucht und damit eine große Suchaktion ausgelöst. Gegen 0.30 Uhr war ein 22-jähriger Skoda-Fahrer auf der Brücke über die Hintere Aach von der Fahrbahn abgekommen und prallt so heftig gegen das Geländer, dass sich dieses bis in den Innenraum bohrte. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen, der Sachschaden liegt bei rund 20.000 Euro. Da der 22-Jährige betrunken war, keinen Führerschein hatte und die Kennzeichen ungültig waren, musste er die Beamten zu einer Blutentnahme in ein Krankenhaus begleiten. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Weil das automatische Notrufsystem des Wagens zwei Insassen meldete, suchten Einsatzkräfte die Umgebung unter anderem mit Drohnen ab. Die Suche blieb allerdings erfolglos. Das Polizeirevier Überlingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet unter Telefon 07551/804-0 um Hinweise von Zeugen.