In der Region Anhalt-Bitterfeld sind Betrüger unterwegs, die sich als Polizeibeamte ausgeben und gezielt auf Senioren abzielen. Am 16. Juli gelang es ihnen, eine 78-jährige Frau um rund 3.000 Euro Bargeld und hochwertigen Schmuck zu bringen.
Der Betrug lief nach einem etablierten Muster ab: Ein Mann rief die Seniorin an und gab sich als Kriminalpolizist aus. Er behauptete, dass Mitglieder einer Bande festgenommen worden seien und bei ihnen ein Block mit ihrer Adresse gefunden wurde. Er forderte sie auf, Bargeld und Schmuck griffbereit zu halten, um diese angeblich bei der Polizei in Sicherheit zu bringen. Sogar ein Codewort wurde vereinbart. Während der vermeintliche Polizeibeamte die Frau telefonisch beschäftigte, klingelte es an ihrer Tür – wie angekündigt stand ein zweiter Mann vor ihr. In der Wohnung durchsuchte er nach weiteren Wertsachen. Die Geschädigte händigte ihm ihre Armbanduhr aus. Anschließend verließ der Mann mit den Wertsachen die Wohnung.
Das Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld warnt: Geben Sie Fremden gegenüber niemals Auskunft über persönliche oder finanzielle Verhältnisse. Echte Polizeibeamte fragen am Telefon nicht nach Geld oder Wertsachen. Wer Opfer eines solchen Anrufs wurde, sollte sofort eine Polizeidienststelle aufsuchen und Anzeige erstatten.
Neben dem Betrugskriminalität gab es in der Region in diesem Zeitraum auch mehrere Verkehrsunfälle: Am 17. Juli erfasste ein 71-jähriger Ford-Fahrer in Görzig eine 75-jährige Radfahrerin seitlich. Die Frau wurde leicht verletzt und ambulant in einer Klinik behandelt. Der Sachschaden am Fahrrad betrug etwa 30 Euro, am Auto etwa 100 Euro.
Am 16. Juli kam es in Bitterfeld-Wolfen zu einem Zusammenstoß an der Kreuzung Walther-Rathenau-Straße und Mittelstraße. Ein 65-jähriger Ford-Fahrer kollidierte mit dem Nissan einer 60-jährigen Frau, die aus der Mittelstraße in den Kreuzungsbereich einfuhr. Der Schaden am Nissan wurde auf etwa 2.000 Euro, am Ford auf etwa 4.000 Euro geschätzt.
Deutlich schwerer endete ein Unfall am 16. Juli gegen 16.30 Uhr auf der L 136 zwischen Hinsdorf und Quellendorf. Ein 60-jähriger Kia-Fahrer verlor in einem Kurvenbereich die Kontrolle über seinen Wagen, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Der Mann wurde schwer verletzt und musste mit massivem technischen Einsatz aus dem Fahrzeug geborgen werden. Im Auto fanden die Einsatzkräfte alkoholische Getränke, und der Mann roch nach Alkohol. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet. Am Kia entstand Totalschaden in Höhe von etwa 7.500 Euro. Die Landstraße war während der Unfallaufnahme komplett gesperrt.
Am 10. Juli zwischen 11 und 13 Uhr ereignete sich in Köthen eine Unfallflucht auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Langenfelder Straße. Eine 63-jährige Toyota-Fahrerin stieß beim Einfahren auf eine Stellfläche gegen einen roten PKW unbekannten Typs und verließ daraufhin unerlaubt die Unfallstelle – meldete den Vorfall aber später der Polizei. Das gesuchte rote Fahrzeug könnte Beschädigungen im hinteren linken Bereich aufweisen. Die Polizei sucht nach dem Besitzer. Hinweise: Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld, 03496/4260 oder efst.prev-abi(at)polizei.sachsen-anhalt.de.
Am 16. Juli gegen 21 Uhr schlug ein 21-Jähriger in Sandersdorf-Brehna auf mehrere geparkte Fahrzeuge ein. Am Platz des Friedens und im Ring der Chemiearbeiter beschädigte er VW- und Skoda-Modelle. Auf einem Transporter kletterte er umher und beschädigte die Frontscheibe und das Dach. Einen vorbeifahrenden Toyota übergoss er mit Bier und warf die Flasche in Richtung des Wagens, wobei das Rücklicht zu Bruch ging. Der Mann versuchte zu flüchten, konnte aber noch vor Ort gestellt werden. Er wurde in eine Spezialklinik eingewiesen. Der Gesamtschaden betrug etwa 1.500 Euro.
Am 16. Juli gegen 11.30 Uhr stoppte eine Polizeistreife in Zerbst einen 33-jährigen Radfahrer in der Dobritzer Straße. Die Beamten bemerkten schnell, dass der Mann unter Drogeneinfluss stand. Er übergab eine Box mit einer betäubungsmittelverdächtigen Substanz, die beschlagnahmt wurde. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
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