In Mülheim an der Ruhr ist eine 85-jährige Seniorin Opfer von Betrügern geworden, die sich als Polizeibeamte ausgegeben haben. Am Dienstagabend (23. Juni) erhielt die Frau gegen 19:10 Uhr einen Anruf, bei dem eine weinende Stimme vorgab, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Ein vermeintlicher Kommissar kam dann ans Telefon und forderte die Seniorin auf, Bargeld zu übergeben, um eine Haftstrafe abzuwenden.
Etwa anderthalb Stunden später, um 20:45 Uhr, erschien ein Mann an der Haustür der Mülheimerin im Nachbarsweg. Er gab vor, ein Vertreter des Amtsgerichts zu sein, und nahm Schmuck von der Seniorin als angebliche Sicherheitsleistung an sich. Unmittelbar darauf flüchtete der Mann in Richtung Saarner Straße.
Eine aufmerksame Zeugin und die 85-Jährige beschreiben den Abholer übereinstimmend: Der Mann ist etwa 45 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und trug ein graues Oberteil, eine kurze Hose und Turnschuhe. Nach Angaben der Zeugen sah er osteuropäisch aus und telefonierte in einer fremden Sprache. Gegenüber der Seniorin sprach der Mann jedoch akzentfreies Deutsch.
Die Polizei Essen sucht nun nach Zeugen, denen verdächtige Beobachtungen aufgefallen sind. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0201/829-0 entgegen oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de.
Die Polizei warnt vor dieser Masche und gibt folgende Präventionstipps: Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte anrufen oder an Ihrer Haustür stehen. Geben Sie niemals Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – rufen Sie stattdessen Ihre Angehörigen unter einer Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Übergeben Sie niemals Geld, Bankkarten oder Wertsachen an unbekannte Personen. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie sofort die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)