Bilger will Güter auf Straßen und Schienen verlagern – Notmaßnahmen gegen Niedrigwasser

via dts Nachrichtenagentur

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) reagiert auf das historische Niedrigwasser mit einem Maßnahmenpaket: Kurzfristig sollen mehr Güter auf Straßen und Schienen transportiert werden, vermeidbare Baustellen will er verschieben. Dies kündigte Bilger nach einem Treffen mit Branchenvertretern an.

Der Minister setzt dabei auf ein dreistufiges Konzept. Langfristig plant die Bundesregierung den Ausbau der Wasserstraßen, um künftig besser mit Niedrigwassersituationen umgehen zu können. Mittelfristig sollen Schiffe umgebaut werden, damit sie niedrige Wasserstände besser bewältigen. „Und drittens kurzfristige Maßnahmen wie die Aussetzung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lkw, die schnellere Sanierung auf den Wasserstraßen, dass jetzt nicht Bauarbeiten für Verzögerung sorgen. Und es geht um die Schiene, die zusätzliche Kapazitäten bereitstellen wird“, erklärte Bilger.

Als Grund für die zunehmenden Probleme nennt der CDU-Politiker den Klimawandel. Dieser führe zu mehr Niedrigwasser und Wetterextremen. „Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber wir können dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft besser durch diese schwierigen Wochen kommt“, sagte Bilger. Einen Kurswechsel in der Klimapolitik lehnt er jedoch ab und setzt stattdessen auf „Technologieoffenheit und mehr Pragmatismus“.

Wissenschaftlich bekannt ist: Durch die Erderhitzung entstehen in bestimmten Regionen Dürren und Niedrigwasser häufiger und intensiver. Der Klimawandel verändert die Niederschlagsverteilung – Regen fällt seltener, dann aber in größeren Mengen. Um weitere Extremwetterereignisse zu verhindern, müsste die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas beendet werden, da diese zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre freisetzen.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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