Die Woche vom 02.11. bis 08.11.2026 brachte der hessischen Polizei gleich mehrere schwere Fälle: Ein 20-Jähriger sitzt wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft, nachdem er in Offenbach gezielt auf einen Fußgänger zugefahren sein soll. Daneben beschäftigten Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten, eine Serie von Einbrüchen sowie ein Halloween-Fund, der für Ermittlungen sorgt, die Behörden im ganzen Land.
Versuchter Totschlag in Offenbach
Der schwerste Vorfall der Woche ereignete sich am Mittwoch, 4. November, gegen 13.20 Uhr auf dem Heusenstammer Weg in Offenbach. Ein 20-Jähriger soll mit einem weißen Mercedes mit überhöhter Geschwindigkeit eine rote Ampel überfahren und dabei gezielt auf einen ihm bekannten Fußgänger zugehalten haben, der die Fahrbahn überquerte. Der Fußgänger konnte sich durch einen Sprung zur Seite retten. Am Donnerstag, 5. November, wurde der Tatverdächtige einer Ermittlungsrichterin vorgeführt, die Untersuchungshaft anordnete. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt wirft ihm versuchten Totschlag vor. Mehr dazu
Angriff auf Stadtpolizisten in Darmstadt – Untersuchungshaft
Bereits am Montagmorgen, 2. November, kam es im Darmstädter Herrngarten zu einem Angriff auf Mitarbeitende der Stadtpolizei. Gegen 7 Uhr wollten Beamte eine Gruppe kontrollieren, die dort ein Lagerfeuer entzündet hatte. Ein 27-Jähriger aus dieser Gruppe soll die Polizisten bedroht, einem Stadtpolizisten einen Kopfstoß versucht und gegen ein Einsatzfahrzeug getreten haben. Bei seiner Festnahme wehrte er sich erheblich und trat einen Stadtpolizisten; der Beamte blieb dabei unverletzt. Bei einer anschließenden Durchsuchung fanden die Polizisten eine Kleinstmenge Heroin. Ein Ermittlungsrichter ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt Untersuchungshaft an. Mehr dazu
Angriff auf Polizisten und Rettungssanitäter in Eppertshausen
In Eppertshausen hat ein 46-Jähriger am Samstagabend (31.10.) Polizeibeamte und Rettungssanitäter beleidigt und attackiert. Er muss sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Widerstands und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Zeugen waren gegen 19 Uhr in der Oberwaldstraße auf den Mann aufmerksam geworden, der sich augenscheinlich in einer hilflosen Situation befand. Als Sanitäter und Polizeibeamte vor Ort eintrafen, reagierte der 46-Jährige sofort aggressiv – er beschimpfte die Einsatzkräfte massiv und versuchte, die Polizisten zu schlagen, traf sie aber nicht. Bei der vorläufigen Festnahme verletzte sich einer der Polizisten leicht am Bein, konnte seinen Dienst aber fortsetzen. Mehr dazu
Raubüberfall auf Tankstelle in Bad Hersfeld – Festnahme
Die Polizei Bad Hersfeld hat einen 21-Jährigen festgenommen, der am 30. September gegen 21.10 Uhr eine Tankstelle in der Homberger Straße überfallen haben soll. Der Tatverdächtige betrat den Verkaufsraum, forderte Zigaretten und sprühte einer Mitarbeiterin sowie ihrer 13-jährigen Tochter Reizgas ins Gesicht. Anschließend entwendete er Bargeld aus der Kasse und flüchtete auf einem schwarzen BMX-Rad in Richtung Jahnpark. Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei führten schließlich zur Festnahme. Mehr dazu
Raub in der Fuldaer Innenstadt – drei Festnahmen
Am Mittwochabend, 4. November, gegen 18.10 Uhr raubten drei junge Männer im Bereich der Friedrichstraße in Fulda einem 16-Jährigen Bargeld. Die Täter flüchteten zu Fuß über den Uni-Platz in Richtung Bahnhof, wo Kräfte der Bundespolizei und der Polizeistation Fulda die drei Tatverdächtigen – zwischen 16 und 18 Jahre alt, aus dem Bereich Nordhessen stammend – festnehmen konnten. Mehr dazu
Raub am Bahnhof Höchst
Bereits am Freitag, 30. Oktober, gegen 11.30 Uhr überfiel eine unbekannte Frau am Bahnhof Höchst eine 34-jährige Reisende aus Reinheim. Die Täterin forderte die Herausgabe des Handys und versuchte gewaltsam, der Frau die Handtasche zu entreißen. Zeugen griffen beherzt ein und konnten die Handtasche zurückgeben; die Täterin flüchtete mit einem goldenen Ohrring. Eine Fahndung blieb bislang erfolglos. Die Flüchtige wird beschrieben als etwa 40 Jahre alte Frau, circa 1,55 Meter groß, schlanke Statur und auffällig schlechte Zähne. Mehr dazu
Räuberischer Diebstahl in Darmstadt
Am Donnerstag, 5. November, gegen 11.30 Uhr soll ein 41-Jähriger in einem Geschäft in der Rheinstraße in Darmstadt Waren gestohlen und anschließend einen Mitarbeiter attackiert haben, der ihn außerhalb des Marktes zur Rede stellte. Der Mann attackierte daraufhin den Mitarbeiter. Der 24-jährige Mitarbeiter und ein Passant konnten den Tatverdächtigen trotz Gegenwehr bis zum Eintreffen der Polizeistreifen festhalten. Bei der Auseinandersetzung erlitt der Mitarbeiter leichte Verletzungen im Gesicht. Der 41-Jährige wurde vorläufig festgenommen und muss sich wegen räuberischen Diebstahls verantworten. Mehr dazu
Selbstgebaute Böller in Viernheim sichergestellt
Am Freitagmorgen, 6. November, durchsuchten Ermittler der Staatsanwaltschaft Darmstadt und der Heppenheimer Kriminalpolizei Wohnräume in Viernheim. Der Verdacht: Ein Jugendlicher könnte selbstgebaute Böller besessen haben — ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Die Ermittler hatten Hinweise erhalten, dass der Jugendliche im Besitz von selbstgebauten Sprengkörpern sein könnte. Ein Gericht ordnete daraufhin die Durchsuchung an. Bei der Durchsuchung stellten sie mehrere pyrotechnische Gegenstände sicher, darunter selbstgebaute Böller. Die Ermittler klären nun, woher diese Gegenstände stammen. Mehr dazu
Brandstiftung in Bad Homburg
Im Hochtaunuskreis zerstörten Unbekannte zwischen Donnerstag, 29. Oktober, und Montag, 2. November, eine Doppelhaushälfte im Mittelstedter Weg in Bad Homburg. Sie schlugen mit unbekannten Gegenständen auf Regenrohre ein und legten an verschiedenen Stellen des Gebäudes Feuer. Die Bewohner entdeckten nur die bereits erloschenen Brandstellen. Die Polizei Bad Homburg ermittelt wegen Brandstiftung und bittet Zeugen, sich unter 06172-1200 zu melden. Mehr dazu
Sicherheitsnadel in Halloween-Süßigkeit
Am Montag, 2. November, fand ein 10-jähriges Mädchen in Trebur beim Essen eines zu Halloween gesammelten Schokolutschens eine Sicherheitsnadel. Das Kind bemerkte den Fremdkörper rechtzeitig und spuckte ihn aus; weil die Nadel geschlossen war, blieb es unverletzt. Die Kriminalpolizei Rüsselsheim stellte die Nadel und weitere Lutscher derselben Sorte sicher und ermittelt wegen des Verdachts einer versuchten gefährlichen Körperverletzung. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Im Hochtaunuskreis kam es in der zurückliegenden Woche zu einem Messerangriff in Bad Homburg. Am späten Freitagabend, 30. Oktober, gegen 23.35 Uhr trafen sich ein 21-Jähriger und ein 26-Jähriger im Bereich der Kaiser-Friedrich-Promenade. Sie wollten eine Auseinandersetzung klären – dabei soll der 21-Jährige den 26-Jährigen mit einem Messer verletzt haben. Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen noch in der Nacht fest. Im selben Wochenbericht sind außerdem Einbrüche in vier Lagerräume in Usingen verzeichnet: Hebelten die Schließvorrichtungen auf und gelangten in vier Lagerräume. Sie stahlen diverse Werkzeuge. Die Kriminalpolizei ermittelt. Hinweise nimmt die Polizei Usingen unter (06081) 9208-0 entgegen. Mehr dazu
Einbruchsserie und weitere Fälle im Überblick
Die Woche brachte auch eine Serie von Wohnungseinbrüchen. Im Hochtaunuskreis registrierte die Polizei allein vier Einbrüche: in ein Zweifamilienhaus in der Altkönigstraße in Königstein (Samstagabend, 31. Oktober), in ein Einfamilienhaus in Bad Homburg (Nacht zum 1. November) sowie in Lagerräume im Usinger Raum. In Wiesbaden versuchten Unbekannte am Mittwoch, 4. November, in ein Einfamilienhaus in der Mühlborngasse in Dotzheim einzubrechen – der Versuch misslang. Zwischen 2. und 4. November brachen unbekannte Täter zusätzlich in den Keller eines Mehrfamilienhauses in der Moselstraße in Schierstein ein und stahlen ein Kettcar sowie einen Holzschlitten. Außerdem entwendeten Unbekannte Werkzeuge aus einem geparkten Transporter. Mehr dazu / Mehr dazu
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Einbrüchen in Wohnhäuser und Lagerräume – allein in Hochtaunus und Wiesbaden wurden innerhalb weniger Tage mehr als ein halbes Dutzend solcher Fälle angezeigt. Zugleich richteten sich mehrere Gewaltdelikte direkt gegen Polizistinnen und Polizisten oder Rettungskräfte im Dienst, was die Ermittlungsbehörden in der Nachbearbeitung erheblich beschäftigt.
Einen Ermittlungserfolg gab es in Groß-Gerau: Bei Durchsuchungen am Dienstag, 3. November, stellte die Kriminalpolizei auf dem Balkon einer Wohnung in der Reichenberger Straße sowie in einem Pflanzzelt in einer Kleingartenanlage insgesamt 113 Cannabispflanzen sicher. Gegen einen 56-jährigen Mann wird nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz ermittelt. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.