Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober 2026 hat die Polizei in Niedersachsen mehrere Todesfälle, eine Reihe von Einbrüchen sowie einen Drogenfund mit zwei Festnahmen registriert. Vier Menschen kamen in der Woche bei Verkehrsunfällen oder Gewaltverbrechen ums Leben.
Der schwerste Vorfall mit kriminellem Hintergrund betrifft einen Messerangriff aus der Vorwoche, der nun tödliche Folgen hatte: Das Opfer eines Messerangriffs in Hagen im Bremischen ist am Mittwoch, 30. September 2026, im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Polizei ermittelt nun wegen vollendeten Tötungsdelikts statt wie zunächst wegen versuchten Tötungsdelikts. Die Tat hatte sich in der Vorwoche ereignet und wurde damals von der Polizeiinspektion Cuxhaven gemeldet. Der Beschuldigte sitzt seit der vergangenen Woche in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Am Mittwochabend, 30. September 2026, kam es gegen 21:30 Uhr auf der A 7 in Richtung Kassel zu einem Auffahrunfall mit tödlichem Ausgang. Zwischen der Tank- und Rastanlage Hildesheimer Börde und der Anschlussstelle Derneburg/Salzgitter hatte sich ein Stau gebildet; ein Sattelzug bremste bis zum Stillstand ab. Der Fahrer eines dahinter fahrenden Kastenwagens bemerkte dies offenbar zu spät, fuhr auf den Auflieger auf und starb an seinen Verletzungen. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Die A 7 in Richtung Süden war bis 3:15 Uhr gesperrt. Mehr dazu
In der Nacht zum 3. Oktober 2026 ist in Wenden ein junger Mann bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Zeugen hatten die Polizei zuvor gewarnt, dass der Mann trotz Alkoholisierung mit dem Auto fahren wollte. Die Polizei sprach ihn an, während er bereits am Steuer saß – konnte ihn aber nicht davon abhalten, loszufahren. Die Polizei verfolgte den Wagen unmittelbar danach, verlor aber schnell den Sichtkontakt. Der Fahrer raste mit hoher Geschwindigkeit durch Wenden, geriet in den Gegenverkehr und kam schließlich an einer Kreuzung von der Fahrbahn ab. Mehr dazu
Am Freitagabend, 2. Oktober 2026, wurde gegen 19:15 Uhr auf der Oldenburger Landstraße in Wiefelstede eine 52-jährige Fußgängerin tödlich verletzt. Die Frau wollte die Straße zu Fuß überqueren und übersah dabei einen BMW, der von einem 33-jährigen Mann mit Vorrang gefahren wurde. Der Fahrer und sein Beifahrer blieben unverletzt. Mehr dazu
Ebenfalls am Donnerstag, 1. Oktober 2026, ereignete sich auf der B 215 in Drakenburg ein Frontalzusammenstoß zwischen einem VW und einem Mercedes. Ein 69-jähriger Fahrer aus der Samtgemeinde Grafschaft Hoya fuhr gegen 09:59 Uhr frontal in das entgegenkommende Fahrzeug einer 81-jährigen Frau aus Nienburg. Beide erlitten schwere Verletzungen; der 69-Jährige wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro. Mehr dazu
In Ostfriesland wurden in der Nacht zum Dienstag ein Einbruch auf einem Bauernhof sowie mehrere Verkehrsfluchten registriert. In Grimersum drangen Unbekannte zwischen Montag, 20 Uhr, und Dienstag, 7 Uhr, auf ein landwirtschaftliches Anwesen im Spiekerbohrweg ein, stahlen Anbauteile von mehreren landwirtschaftlichen Zugmaschinen und entwendeten aus einem aufgebrochenen Schuppen diverse Werkzeuge. Der Schaden liegt im unteren fünfstelligen Euro-Bereich. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter 04931 9210 entgegen. Zudem wurde in Norden ein 58 Jahre alter Fahrradfahrer bei einem Unfall schwer verletzt. Er fuhr gegen 17 Uhr auf dem Radweg entlang der Greetsieler Straße (L27). Im Einmündungsbereich zur Straße Hohe Plate wollte er nach links abbiegen und übersah dabei eine 49-jährige Mitsubishi-Fahrerin. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Mehr dazu
Im Landkreis Aurich und Wittmund verzeichnete die Polizei neben einem Einbruch in ein leerstehendes Jugendcafé in Marienhafe auch mehrere Fälle von Trunkenheit am Steuer. Auf der Bundesstraße 436 wurde zudem ein Kind von einem Auto erfasst. Nach den bisherigen Ermittlungen trat das Kind hinter einem haltenden Bus hervor und wurde von dem Wagen einer 59-jährigen Fahrerin angefahren. Das Mädchen wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei weist Autofahrer darauf hin, an haltenden Bussen besonders umsichtig vorbeizufahren, da Fahrgäste plötzlich die Fahrbahn queren könnten. Mehr dazu
Am Mittwoch, 30. September 2026, fiel in Nienburg ein 23-jähriger Mann aus Wunstorf als mutmaßlicher Geldabholer einer Betrugsbande auf. Eine 88-jährige Frau war zuvor von einem Unbekannten angerufen worden, der sich als Polizeibeamter ausgab und behauptete, ihr Geld sicherstellen zu müssen. Trotz der Warnung ihres 82-jährigen Ehemannes übergab sie einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag. Der 23-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Mehr dazu
In Cuxhaven brach in der Nacht zum 2. Oktober 2026 gegen 1:45 Uhr ein Täter in das Zimmer eines Seniorenheims in der Wagnerstraße ein und stahl Bargeld. Die Polizei sucht Zeugen und nimmt Hinweise unter 04721 5730 entgegen. Mehr dazu
In Hildesheim stahl ein Einbrecher zwischen Mittwoch, 30. September 2026, 16 Uhr, und Donnerstag, 1. Oktober 2026, 20:30 Uhr, aus einer Wohnung in der Elzer Straße neben Bargeld und Wertgegenständen auch den Schlüssel für einen 37 Jahre alten weißen Lancia und fuhr das Fahrzeug anschließend weg. Der Oldtimer konnte zwischenzeitlich aufgefunden und sichergestellt werden. Mehr dazu
In Ahstedt wurde am Freitag, 2. Oktober 2026, zwischen 09:45 Uhr und 12:45 Uhr in ein Wohnhaus eingebrochen. Als die Hauseigentümerin gegen 12:45 Uhr zurückkehrte, flüchtete der Eindringling. Im zeitlichen Zusammenhang wurde eine dunkel gekleidete männliche Person beobachtet, die sich auffällig aus dem Bereich entfernte. Die Polizei bittet um Hinweise. Mehr dazu
Am Gerhart-Hauptmann-Ring wurde am 30. September 2026 eine Wohnung im Hochparterre ausgeraubt. Täter kletterten zwischen 11:45 Uhr und 14:50 Uhr auf den rückwärtigen Balkon, hebelten die Balkontür auf und erbeuteten Bargeld, Kleidung und Schmuck. Hinweise nimmt der Zentrale Kriminaldienst unter 04181 2850 entgegen. Mehr dazu
Am Dienstag vollstreckte die Bundespolizei am Bahnhof Leer einen Haftbefehl gegen einen 34-jährigen rumänischen Staatsbürger wegen gewerbsmäßigen Diebstahls in drei Fällen. Da er die offene Geldstrafe nicht begleichen konnte, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Mehr dazu
In Rehden nahm die Polizei am Mittwochnachmittag zwei Männer im Alter von 47 und 53 Jahren fest, nachdem sie gemeinsam mit einem dritten, noch unbekannten Komplizen gegen 16:40 Uhr Zigaretten aus einer ALDI-Filiale in der Nienburger Straße gestohlen haben sollen. Bei der Durchsuchung ihres Autos fanden die Beamten mutmaßliches weiteres Diebesgut sowie Betäubungsmittel, die beschlagnahmt wurden. Mangels ausreichender Haftgründe wurden beide Männer nach Abschluss der Maßnahmen entlassen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Das Opfer eines Messerangriffs in Hagen im Bremischen ist am Mittwoch, 30. September 2026, im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Polizei ermittelt nun wegen vollendeten Tötungsdelikts statt wie zunächst wegen versuchten Tötungsdelikts. Die Tat hatte sich in der Vorwoche ereignet und wurde damals von der Polizeiinspektion Cuxhaven gemeldet. Der Beschuldigte sitzt seit der vergangenen Woche in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Auffällig ist diese Woche die Häufung tödlicher Verkehrsunfälle: Mit dem Kastenwagen-Fahrer auf der A 7, dem jungen Fahrer in Wenden und der Fußgängerin in Wiefelstede kamen allein zwischen Mittwoch und Freitag drei Menschen bei Unfällen ums Leben. Hinzu kommen mehrere Einbrüche in Wohnhäuser, ein Seniorenheim und einen Bauernhof, die sich quer über das Land verteilt ereigneten.
Als Ermittlungserfolg dieser Woche vermeldet die Polizeiinspektion Stade die Zerschlagung eines Drogenrings. Seit Februar hatten Ermittlerinnen und Ermittler aus Stade, Buxtehude und Hamburg sowie Kräfte der Bereitschaftspolizei Lüneburg sechs Verdächtige im Blick, denen der gemeinschaftliche Kokainhandel in den Landkreisen Stade und Harburg vorgeworfen wird. Bei koordinierten Durchsuchungen in Buxtehude, Dollern, Hamburg und Appel wurden diverse Beweismittel und rund 10.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Zwei der Verdächtigen wurden festgenommen. Mehr dazu
Rauschgiftdelikte in Niedersachsen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 15.736 Rauschgiftdelikte, das sind 197 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Niedersachsen fast genauso wie der Bundesdurchschnitt, wo 192 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Rauschgiftdelikte, soweit sie nicht unter einer anderen Schlüsselzahl erfasst sind.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
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