Eine Verkehrskontrolle auf der L723 bei Hockenheim hat am Samstagabend massive Sicherheitsmängel aufgedeckt. Die Polizei stoppte einen BMW, in dem sich insgesamt 14 Personen befanden – deutlich mehr als zulässig. Darunter waren sieben Kinder, die teilweise völlig ungesichert im Fahrzeug saßen.
Die Beamten waren gegen 19:30 Uhr auf den schwarzen BMW hingewiesen worden, der auf der Landesstraße mit offenbar zu vielen Insassen unterwegs war. Bei der anschließenden Kontrolle bestätigte sich der Verdacht: Der 52-jährige Fahrer hatte 14 Personen an Bord. Das Fahrzeug war damit erheblich überbelegt.
Noch gravierender als die Überbelegung waren die Sicherheitsmängel. Der Fahrer konnte für keines der sieben mitfahrenden Kinder eine geeignete Sicherheitsvorrichtung – also einen Kindersitz – vorweisen. Darüber hinaus waren die Kinder nicht mit den vorgeschriebenen Sicherheitsgurten gesichert. Die Beamten belehrten den Fahrer vor Ort über die festgestellten Verstöße und die geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Der Mann wollte sich dazu nicht äußern.
Die Polizei nutzt den Fall für eine grundsätzliche Warnung: Sicherheitsgurte und altersgerechte Kindersitze seien keine formalen Formalitäten, sondern lebenswichtig. Bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten können Verkehrsunfälle schwere oder tödliche Verletzungen verursachen. Kinder sind besonders anfällig und benötigen einen an Alter und Größe angepassten Schutz. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, die zulässige Anzahl von Fahrzeuginsassen einzuhalten und alle Mitfahrenden ordnungsgemäß zu sichern – vor allem zum Schutz von Kindern.