Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Baden-Württemberg zum 10. August 2026 ein deutliches Bild: Schwere Trockenheit (Klasse 3, rot) prägt großflächig das Bundesland. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe weist in der Mehrheit der Flächen diese verschärfte Trockenheit auf. Nur schmale Streifen entlang des Rheins und punktuelle Areale in der nördlichen Mitte zeigen hellgelbe oder orange Färbung (ungewöhnlich trocken bis moderate Dürre). Der Süden und Osten Baden-Württembergs sind flächig dunkelrot eingefärbt und signalisieren extreme Trockenheit (Klasse 4).

Süden und Osten unter extremer Trockenheit
Die Karte offenbart regionale Unterschiede: Der gesamte südliche Landesteil von der Donau bis zum Bodenseeraum wird von dunkelroter Färbung dominiert – extreme Trockenheit, statistisch alle 30 Jahre. Der Osten folgt diesem Muster. Die Landeshauptstadt Stuttgart und das Umland liegen in der roten Zone (schwere Trockenheit). Der Westen und die dem Rhein zugewandten Flächen zeigen geringfügig mildere Werte mit orangen und hellgelben Flecken. Dennoch: Auch dort ist die Situation von erhöhter Trockenheit geprägt. Grün- oder Blautöne, die auf normale oder feuchte Bodenzustände hindeuten, sind auf dieser Karte praktisch nicht vorhanden.
Hitze und Nullregen verschärfen die Lage zusätzlich
Die Wetterdaten der letzten sieben Tage unterstreichen die angespannte Situation: Durchschnittlich fielen nur 2,5 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen von durchschnittlich 24,9 Grad Celsius. Die Höchsttemperatur erreichte 34,5 Grad. Da der UFZ-Dürre-Index ein 14-Tage-gleitendes Mittel darstellt und der Gesamtboden träge auf Niederschlagsänderungen reagiert, spiegelt die dunkelrote Färbung eine längerfristige Trocknungsphase wider. Die kommenden drei Tage verschärfen die Lage: Kein Niederschlag ist prognostiziert, bei erwarteten Höchsttemperaturen bis 34,2 Grad Celsius wird die Bodenfeuchte weiter sinken.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserressourcen
Schwere und extreme Trockenheit (Klassen 3 und 4) beeinflussen die Verfügbarkeit von Bodenwasser für Pflanzen erheblich. In der Landwirtschaft sind Ertragsausfälle wahrscheinlich, besonders bei Kulturen, die nicht bewässert werden können. Für Waldökosysteme erhöht sich das Waldbrandrisiko. Grundwasserstände, die sich vom Gesamtbodenfeuchte-Index nur langsam erholen, könnten längerfristig angespannt bleiben. Die aktuelle Wetterlage mit anhaltender Hitze und Niederschlagsdefizit wird die Trockenheit in den nächsten Tagen eher verstärken als abmildern. Der UFZ-Dürre-Monitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel der Gesamtbodenfeuchte.
Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.
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