Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Bayern zum 10. August 2026 ein stark differenziertes Bild: Während der Süden und die Mitte des Bundeslandes von schwerer Dürre betroffen sind, verzeichnet der Norden sowie einzelne mittlere Höhenlagen moderatere Trockenheitsstufen. Die Karte stellt ein 14-Tage-gleitendes Mittel dar und wird wöchentlich aktualisiert.

Süden und Mitte prägen das Dürrebild
Großflächig dominiert in Bayern die Klasse „schwere Dürre“ (dunkelrot), besonders ausgeprägt in Oberfranken, der Oberpfalz, Oberbayern und in Teilen Schwabens. Diese Gebiete zeigen Bodenfeuchtewerte, die statistisch etwa alle 20 Jahre auftreten. Kleinere Flecken deuten sogar auf „extreme Dürre“ hin – die dunkelste Färbung auf der Karte. Der Norden Bayerns sowie einige Bereiche des Alpenvorlandes weisen „moderate Dürre“ auf (orange), während vereinzelt Flecken „ungewöhnlich trocken“ (hellgelb) klassifiziert sind. Feuchte Bodenstrukturen (grüne bis blaue Färbung) sind auf der aktuellen Karte nicht erkennbar.
Aktuelle Wetterlage verschärft die Situation
Die vergangenen sieben Tage brachten Bayern durchschnittlich 28,1 mm Niederschlag – für die Oberfläche ein gewisser Ausgleich. Allerdings zeigt der UFZ-Duerremonitor die Gesamtbodenfeuchtigkeit bis 1,80 Meter Tiefe ab. Diese tieferen Schichten reagieren träge auf kurzfristige Niederschläge. Die Durchschnittstemperatur der letzten Woche lag bei 23,5°C, mit Spitzenwerten von 33,3°C. Für die nächsten drei Tage zeigen Prognosen keine Niederschläge an; die Temperatur wird erneut auf etwa 32,2°C ansteigen. Diese anhaltende Wärme und Trockenheit werden die ohnehin angespannte Bodenfeuchte in den Tiefenschichten weiter belasten.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasserressourcen
Die flächenhafte schwere Dürre in großen Teilen Bayerns erfordert aufmerksame Beobachtung der Wasserwirtschaft und Landwirtschaft. Besonders in Regionen mit bereits angespannter Grundwasserversorgung können sich die Defizite in den tieferen Bodenschichten bemerkbar machen. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe ist die Bezugsgröße für pflanzenverfügbares Wasser über längere Perioden. Während der Oberboden durch die 28 mm Niederschlag der letzten Woche kurzfristig Erholung erfährt, wird die Wiederauffüllung tieferer Schichten ohne weitere anhaltende Niederschläge mehrere Wochen dauern. Landwirtschaftliche Betriebe sollten Bewässerungssituationen und Wasserreservoirs überwachen.
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