Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Baden-Württemberg ein stark geteiltes Bild der Bodenfeuchteverhältnisse. Während der Norden des Landes überwiegend normale bis feuchte Bodenfeuchte aufweist, zeigen sich im Süden und Südosten deutliche Trockenheitssignale mit schwerer Dürre.

Im nördlichen Baden-Württemberg dominieren grüne und blaue Bereiche, die normale bis feuchte Bodenverhältnisse anzeigen. Diese günstigen Bedingungen erstrecken sich etwa bis zur Mitte des Landes. Im Kontrast dazu weist der südliche Landesteil ein anderes Bild auf: Hier zeigt die Karte des UFZ-Dürremonitors überwiegend rote Bereiche, die schwere Dürre im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe anzeigen. Besonders der Südosten Baden-Württembergs ist großflächig von dieser Trockenheitskategorie betroffen, mit einzelnen dunkelroten Bereichen, die extreme Dürre signalisieren.
Die Wetterdaten der letzten Woche zeigen geringe Niederschläge von 4,9 mm bei Durchschnittstemperaturen von 20°C. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-tägiges gleitendes Mittel darstellt und wöchentlich aktualisiert wird, spiegeln sich kurzfristige Wetteränderungen nur teilweise wider. Der Gesamtboden reagiert träge auf aktuelle Niederschläge, weshalb die anhaltende Trockenheit im Süden trotz der moderaten aktuellen Wetterlage bestehen bleibt.
Die schwere Dürre im südlichen Baden-Württemberg stellt für die Landwirtschaft eine spürbare Herausforderung dar, da die Wasserversorgung der Pflanzen in den tieferen Bodenschichten eingeschränkt ist. Auch Waldbäume können bei anhaltender Trockenheit im Gesamtboden unter Stress geraten. Die normale Bodenfeuchte im Norden hingegen bietet dort günstige Wachstumsbedingungen.
Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.