Bayern: Schwere Dürre im Süden, moderate Trockenheit im Norden – UFZ-Bericht 2. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Bayern eine deutlich zweigeteilte Bodenfeuchtesituation. Während der Süden des Freistaats großflächig von schwerer Dürre (rote Bereiche) betroffen ist, weist der Norden überwiegend moderate Dürre (orange Bereiche) auf. Lediglich einzelne Gebiete im nördlichen Bayern zeigen normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse (grüne/blaue Bereiche).

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional betrachtet erstreckt sich die schwere Dürre über weite Teile Oberbayerns, das Alpenvorland und große Bereiche Schwabens. Besonders ausgeprägt zeigen sich die trockenen Bedingungen in den südöstlichen Regionen, wo teilweise extreme Dürre (dunkelrote Bereiche) erkennbar ist. Mittelfranken und die nördlichen Teile Oberfrankens weisen hingegen moderate Dürrebedingungen auf, während kleinere Gebiete in Nordbayern noch normale Bodenfeuchte aufweisen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit durchschnittlich 12,4 mm Niederschlag unterdurchschnittliche Regenmengen bei Temperaturen um 17,9°C. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe abbildet und wöchentlich aktualisiert wird, spiegeln sich kurzfristige Niederschläge nur begrenzt wider. Der Gesamtboden reagiert träge auf aktuelle Wetteränderungen. Für die kommenden drei Tage werden weitere 11,6 mm Niederschlag bei moderaten Temperaturen bis 21,6°C erwartet.

Die schwere Dürre in Südbayern erfordert verstärkte Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft. In diesen Gebieten können Ernteerträge beeinträchtigt und die Waldbrandgefahr erhöht sein. Die moderate Dürre in Nordbayern sollte beobachtet werden, ist aber weniger kritisch einzustufen. Die normalen Bodenfeuchteverhältnisse in einzelnen nördlichen Gebieten bieten dort günstige Bedingungen für Vegetation und Wasserwirtschaft.

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