Die aktuelle Karte des UFZ-Düremonitors zeigt für Baden-Württemberg eine deutliche Trockenheitssituation im Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe. Große Teile des Landes sind von schwerer Dürre betroffen, während der Westen und Nordwesten mäßigere Bedingungen aufweisen. Die Karte bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel ab und wird wöchentlich aktualisiert.

Rot und Dunkelrot prägen die südliche Hälfte
Der Süden und die Mitte Baden-Württembergs zeigen überwiegend rote Färbung (schwere Dürre). Großflächige dunkelrote Bereiche sind insbesondere im Osten und Südosten sichtbar (extreme Dürre). Der Norden wird von ähnlich intensiven roten und dunkelroten Flächenanteilen geprägt. Der Westen und die Oberrheinebene zeigen ein gemischtes Bild: Orange (moderate Dürre) und hellgelb (ungewöhnlich trocken) wechseln mit einzelnen roten Partien. Die Küstenregion im äußersten Westen weist die geringste Trockenheit auf.
Wenig Niederschlag, hohe Temperaturen verschärfen Lage
Die Wetterdaten der vergangenen sieben Tage bestätigen die Trockenheit: Mit durchschnittlich 10,7 mm Niederschlag blieb die Region deutlich unter dem für August normalen Aufkommen. Gleichzeitig erwiesen sich die Temperaturen mit 25,3°C Durchschnitt und Spitzenwerten von 37,2°C als erhöht. Der Gesamtboden reagiert auf solche Trockenperioden träge – die aktuelle Karte spiegelt daher eine längere Phase mit Feuchtedefizit wider. Die kommenden drei Tage bringen keine Niederschläge; Temperaturen um 35,5°C und trockene Bedingungen werden erwartet.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Grundwasser
Bei schwerer bis extremer Dürre im Gesamtboden sind spürbare Einschränkungen für die Landwirtschaft zu erwarten. Tiefwurzelnde Kulturen müssen mit begrenzter Wasserverfügbarkeit auskommen. Der Wald zeigt erste Stressreaktionen. Die Grundwasserneubildung wird durch die anhaltende Trockenheit beeinträchtigt. Für Wasserversorger ist die aktuelle Situation Grund für aufmerksame Beobachtung der Entwicklung. Lokal können Nutzungskonflikte bei der Wasserverfügbarkeit entstehen.
Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.
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