Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Bayern am 10. Oktober 2026 überwiegend von extremer Dürre geprägt. Etwa 85 Prozent der Landesfläche sind dunkelrot eingefärbt und signalisieren damit extreme Trockenheit bis in eine Tiefe von 1,80 Metern. Im Norden, insbesondere im Gebiet um Nürnberg und Bamberg, treten Bereiche mit moderater Dürre (orange) auf. Diese regionalen Unterschiede ändern jedoch nichts an dem Gesamtbefund: Der Boden ist in der überwiegenden Mehrheit Bayerns ausgetrocknet.

Süden und Osten am stärksten betroffen
Die intensivste Trockenheit liegt in Südbayern und im Donaugebiet vor. Der Raum München, das Isar-Inn-Hügelland und die Landkreise bis zur österreichischen Grenze zeigen durchgehend dunkelrote Färbung. Auch Ostbayern von Regensburg bis Passau ist gleichermaßen erfasst. Der Westen, besonders das Gebiet um Augsburg und das Allgäu, weist ebenfalls extreme Werte auf. Nur kleinräumig finden sich Puffer mit moderater Dürre, etwa in isolierten Zonen der Fränkischen Alb und am nördlichen Alpenrand.
Anhaltende Trockenheit in der Tiefe
Die Dürrekarte zeigt den Durchschnitt der vergangenen zwei Wochen. In den vergangenen sieben Tagen fiel mit 5,2 Millimetern durchschnittlich sehr wenig Niederschlag. Die Höchsttemperatur erreichte 21,5 Grad. Der Boden reagiert träge auf kurzfristige Wetterwechsel – die Tiefe von 1,80 Metern, die die Karte abbildet, speichert Wasser über Wochen und Monate. Die anhaltende Trockenheit seit Wochen hat diese tieferen Schichten vollständig ausgetrocknet. Für Landwirtschaft und Forstwirtschaft bedeutet dies: Getreide und Mais leiden unter Wassermangel in der kritischen Phase der Kornfüllung (Wachstumsstadium, in dem die Körner nach der Bestäubung wachsen und sich füllen – dies bestimmt am Ende Korngröße und Ertrag). Waldbäume zeigen Trockenstress. Auch Grundwasserneubildung findet bei diesen Bedingungen nicht statt.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
Die Vorhersage für die kommenden drei Tage zeigt mit 0,7 Millimetern praktisch keinen Niederschlag. Die Höchsttemperaturen werden auf 17,7 Grad erwartet, nachts sinken die Werte auf 1,9 Grad. Diese minimale Regenmenge kann den Boden bis 1,80 Meter Tiefe nicht erreichen. Die Trockenheit wird sich damit weiter verfestigen.
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