Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Brandenburg überwiegend in Orange und Rot. Moderate Dürre prägt den Westen und die Mitte des Landes, schwere Dürre konzentriert sich auf den Osten und Südosten. Nur kleine Bereiche im nördlichen Brandenburg und vereinzelt in der Mitte weisen normale Bodenfeuchtigkeit auf.

Osten und Südosten am stärksten betroffen
Der Osten Brandenburgs zeigt durchgehend schwere Dürre bis zum Berliner Umland. Im Süden, besonders zwischen Frankfurt (Oder) und dem Spreewald, dominiert ebenfalls die rote Färbung der Karte. Die westlichen Landesteile sind von moderater Dürre betroffen, wobei einzelne Parzellen bereits in schwere Trockenheit übergehen. Der Norden behält lokale Bereiche mit ausreichender Bodenfeuchte, bleibt aber insgesamt in den orangen Bereich eingebunden.
Regenfälle reichen nicht aus
In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 9,4 Millimeter Regen auf Brandenburg — deutlich unter dem saisonalen Durchschnitt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 12,6 Grad, die Höchsttemperatur erreichte 22 Grad. Die Dürrekarte zeigt den Boden bis 1,80 Meter Tiefe als 14-Tage-Mittel. In dieser Tiefe reagiert der Boden träge auf kurzfristige Niederschläge; die Regenmenge der vergangenen Tage reicht nicht aus, um die bestehende Trockenheit zu beheben.
Für die Landwirtschaft in Brandenburg verschärft sich die Situation. Herbstaussaaten benötigen Bodenfeuchte in der Tiefe, um Wurzeln auszubilden. Die schwere Dürre im Osten wird zum Risikofaktor für das Keimen von Wintergetreide und Winterraps. Der Wald in den betroffenen Regionen steht unter Trockenstress; auch nach Regenfällen im Herbst verzögert sich die Regeneration der tieferen Bodenschichten erheblich.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen erwartet
In den kommenden drei Tagen werden nur 0,6 Millimeter Niederschlag erwartet — praktisch kein messbarer Regen. Die Höchsttemperaturen liegen bei 16 Grad, die Tiefsttemperaturen bei 2,4 Grad. Diese Menge trägt nicht zur Entspannung der Bodentrockenheit bei. Die anhaltende Trockenheit wird sich dadurch weiter verfestigen.
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