Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Bayern am 12. Oktober in einer gemischten Lage: Während der Norden und die Mitte überwiegend orange gefärbt sind — moderate Dürre — dominiert im Süden und Südosten dunkelrot. Etwa 65 Prozent der Landesfläche sind von moderater bis extremer Dürre betroffen. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist im Süden und Südosten deutlich ausgetrocknet, während der Norden eine etwas bessere Wasserspeicherung aufweist.

Süden und Südosten am stärksten betroffen
Die extreme Dürre konzentriert sich auf Oberfranken, die Oberpfalz und Niederbayern. Hier zeigt die Karte durchgehend dunkelrote Färbung, die auf einen Zustand hinweist, der statistisch nur etwa alle 30 Jahre auftritt. Im Gegensatz dazu ist der Norden Bayerns, insbesondere Franken, von moderater Dürre gekennzeichnet. Nur kleinere Inseln in den Alpen und vereinzelt im Alpenvorland deuten auf etwas feuchere Verhältnisse hin.
Niederschlag der vergangenen Woche verstärkt die Trockenheit nicht
Die vergangenen sieben Tage brachten durchschnittlich nur 4,9 Millimeter Regen bei einer Durchschnittstemperatur von 11 Grad Celsius. Diese geringe Niederschlagsmenge reicht nicht aus, um in die tieferen Bodenschichten einzudringen und die bestehende Dürre zu lindern. Der Boden reagiert auf Wasserzufuhr träge — diese geringen Mengen befeuchten allenfalls den Oberboden kurzzeitig. Die Höchsttemperatur der vergangenen Woche von 21,5 Grad Celsius verschärfte die Verdunstung zusätzlich.
Aussichten für Niederschlag – kein Regen in den nächsten drei Tagen
In den kommenden drei Tagen sind nur 1,9 Millimeter Regen zu erwarten — deutlich zu wenig, um die Trockenheit in der Tiefe zu beheben. Die erwartete Höchsttemperatur von 17,2 Grad Celsius wird die Verdunstung weiter fördern. Ohne ergiebige Niederschläge wird sich die Situation im Süden und Südosten nicht entspannen.
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