Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Bayern in einer gespaltenen Lage: Während der Norden und die Mitte von überwiegend roter Färbung geprägt sind, dominiert im Süden und Südosten dunkelrot das Bild. Etwa 65 Prozent der Landesfläche weisen schwere oder extreme Dürre auf. Nur kleinere Bereiche im äußersten Norden zeigen orange gefärbte moderate Trockenheit.

Südliche Landesteile besonders betroffen
Der Süden Bayerns zwischen Allgäu und Berchtesgaden ist von extremer Dürre gekennzeichnet. Die Färbung pendelt zwischen dunkelrot und einzelnen roten Flecken. Die Mitte des Landes — von der Oberpfalz über Franken bis ins Altmühltal — zeigt durchgehend schwere Dürre. Der Norden bei Coburg und Hof verzeichnet gemäßigtere Verhältnisse mit moderater Dürre, bleibt aber ebenfalls unter Druck. Diese regionale Staffelung gilt für den Boden bis 1,80 Meter Tiefe, wo Wasser nur langsam eindringt oder sich wieder verteilt.
Kaum Niederschlag, anhaltende Trockenheit
Die vergangenen sieben Tage brachten durchschnittlich nur 3,7 Millimeter Niederschlag — deutlich unter dem Bedarf. Dazu kam eine Durchschnittstemperatur von 10,3 Grad Celsius bei Höchstwerten bis 16 Grad, die die Verdunstung vorantrieb. Dieser Befund erklärt, warum sich der tiefere Boden nicht erholt hat: Selbst bei moderaten Temperaturen im Oktober reicht die Regenmenge nicht, um den Wassermangel auszugleichen. Die Trockenheit bis in die Tiefe wird damit nicht unterbrochen, sondern verfestigt sich.
Aussichten für Niederschlag — wenig Erleichterung absehbar
In den kommenden drei Tagen werden durchschnittlich 8,5 Millimeter Niederschlag erwartet. Dies ist eine geringfügige Steigerung, reicht aber angesichts der extremen Defizite in vielen Landesteilen nicht aus, um eine Entspannung herbeizuführen. Die Höchsttemperaturen liegen bei erwarteten 15 Grad Celsius — Verdunstung bleibt ein Faktor. Für den Boden bis 1,80 Meter bedeutet dies: Die trockene Situation wird sich in den nächsten Tagen nur marginal verbessern.
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