Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 21. Juli 2026 zeigt Bayern überwiegend in den Klassen Rot und Dunkelrot. Der Großteil der Fläche — besonders die südlichen und östlichen Regionen — weist schwere bis extreme Bodenfeuchtedefizite im Gesamtboden auf. Nur kleine Bereiche im äußersten Norden und Westen liegen in moderaten oder leicht erhöhten Trockenheitsstufen. Das 14-Tage-Mittel verdeutlicht eine flächenhafte Trocknungsphase, die mehrere Wochen anhält.

Südbayern und Alpenvorland am stärksten betroffen
Die dunkelroten Flächen konzentrieren sich auf dem südlichen Flachland, Schwaben und Oberbayern sowie auf breiten Flächen Unter- und Mittelfrankens. Hier liegt extreme Dürre vor — eine Bodenfeuchte-Anomalie, die statistisch alle 30 Jahre auftritt. Der mittlere und südöstliche Raum zeigt dagegen rot gefärbte Bereiche, die schwere Dürre kennzeichnen (20-Jahres-Ereignis). Nur im nordwestlichen Oberfranken und in Teilen der Oberpfalz deuten orange- bis hellgelbe Töne auf moderate oder ungewöhnliche Trockenheit hin. Grüne oder blaue Bereiche, die auf normale oder feuchte Bodenkonditionen hindeuten, sind praktisch nicht sichtbar.
Regen und Temperatur verstärken die Defizite
Die Wetterdaten der letzten sieben Tage zeigen mit durchschnittlich 5,2 mm Niederschlag ein deutliches Defizit. Die Durchschnittstemperatur von 18,2 °C und Spitzenwerte von 28,3 °C belegen eine warme Phase mit starker Evaporation. Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag prognostiziert; die erwarteten Höchsttemperaturen von bis zu 30,4 °C werden die Verdunstung zusätzlich fördern. Der Gesamtboden, der bis 1,80 m Tiefe erfasst ist, reagiert auf kurzfristige Regenfälle träge — kurzliche Niederschläge sind im 14-Tage-Mittel daher nur teilweise abgebildet. Die aktuelle Trocknungsphase wird durch die Wetterlage in den kommenden Tagen weiter verschärft.
Folgen für Landwirtschaft, Wald und Grundwasser
Extreme bis schwere Dürre in dieser Ausdehnung wirkt sich auf Pflanzenverfügbarkeit, Grundwasserneubildung und Waldvitalität aus. Vor allem in Süd- und Ostbayern sind Bewässerung und Wasserhaushalt kritische Faktoren. Die Bodenfeuchte-Defizite in tiefen Schichten deuten darauf hin, dass auch die Grundwasserspeisung beeinträchtigt ist. Landwirtschaftliche Kulturen, insbesondere in den rot bis dunkelrot gefärbten Regionen, benötigen verstärkte Aufmerksamkeit. Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt Bodenfeuchte-Anomalien, die zeitversetzt zu akuten Niederschlagsereignissen sichtbar werden.
Den aktuellen Wetterbericht für Bayern finden Sie hier.
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