Bodenfeuchte Bayern: Severe Dürre im Süden, normale Verhältnisse im Norden – 10. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Bayern ein geteiltes Bild: Während der Süden und Südosten des Freistaats flächendeckend von schwerer Dürre (rot) bis extremer Dürre (dunkelrot) betroffen sind, herrschen im Norden weitgehend normale bis feuchte Bodenverhältnisse. Etwa zwei Drittel der Landesfläche weisen Trockenheitsstufen zwischen moderater und extremer Dürre auf.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Der gesamte Alpenraum, das Alpenvorland und weite Teile Ost- und Südostbayerns sind von schwerer Dürre (rot) geprägt, mit Bereichen extremer Dürre (dunkelrot) insbesondere im südöstlichen Grenzgebiet. Moderate Dürre (orange) erstreckt sich über Mittelbayern und Teile der Oberpfalz. Demgegenüber zeigen Nordbayern, Teile Frankens und der nordwestliche Landesteil normale bis feuchte Bodenfeuchte-Verhältnisse (grün/blau).

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 17,5 mm Niederschlag moderate Regenmengen bei gemäßigten Temperaturen um 15,7°C. Da die UFZ-Karte ein 14-tägiges Gleitmittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, sind diese jüngsten Niederschläge noch nicht vollständig in der Bodenschicht angekommen. Der träge reagierende Gesamtboden spiegelt die längerfristige Trockenheitsentwicklung wider. Für die kommenden drei Tage werden weitere 14,7 mm Niederschlag bei kühleren Temperaturen erwartet.

Die schwere bis extreme Dürre in Südbayern stellt für die Landwirtschaft eine spürbare Herausforderung dar, insbesondere für Bewässerung und Ernteerträge. Die Forstwirtschaft muss in den betroffenen Gebieten mit erhöhter Waldbrandgefahr und Stress für Baumbestände rechnen. In den normal bis feucht versorgten Gebieten Nordbayerns sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

Den aktuellen Wetterbericht für Bayern finden Sie hier.

» Zum Wetterbericht für Bayern