Bodenfeuchte-Bericht Baden-Württemberg: Schwere Trockenheit im Südosten, Norden mit Erholung

Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Baden-Württemberg am 17. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Während der Südosten und große Teile der Landesmitte von schwerer Dürre (Klasse 3, rot) betroffen sind, verzeichnet der Norden und Westen mildere Trockenheitsstufen. Die aktuelle Karte, ein 14-Tages-Gleitendes Mittel des Bodenfeuchte-Index für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe, aktualisiert wöchentlich durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), dokumentiert eine regionalmehr heterogene Lage als die reinen Wetterdaten vermuten lassen.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Verteilung: Der Südosten Baden-Württembergs – besonders entlang der östlichen Regionen bis zur Grenze – zeigt flächig dunkelrot (extreme Dürre, Klasse 4). Die zentralen und südlichen Landesteile sind überwiegend rot gefärbt (schwere Dürre, Klasse 3). Der Norden und Nordwesten sowie der Rheingraben weisen orange Färbung auf (moderate Dürre, Klasse 2). Vereinzelt erscheinen hellgelbe Flecken (ungewöhnlich trocken, Klasse 1), insbesondere im westlichen Landesteil und entlang des Oberrheins.

Wetterlage und Bodenfeuchte-Dynamik: Die vergangenen sieben Tage brachten im Durchschnitt 48,2 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 23,5 °C. Diese Regenmengen haben den Oberboden kurzfristig befeuchtet, doch der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die schwere bis extreme Trockenheit in den südöstlichen Regionen spiegelt ein längerfristiges Feuchtedefizit wider, das durch einzelne Regenereignisse nicht schnell ausgeglichen wird. Für die kommenden drei Tage werden nur 1,2 Millimeter Niederschlag erwartet; die Temperaturen fallen leicht (Tageshöchst 23,7 °C), bringen aber keine wesentliche Entspannung.

Bedeutung für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft: In den rot und dunkelrot gefärbten Gebieten – überwiegend Südosten und Landesmitte – ist mit Beeinträchtigungen bei Sommergetreide, Mais und Rübenkulturen zu rechnen. Der Grundwasserneubildung ist in diesen Regionen deutlich vermindert. Der Norden mit moderater Dürre (orange) bleibt beobachtungsbedürftig, zeigt aber weniger akute Einschränkungen. Waldbestände in den Trockengebieten leiden unter erhöhtem Waldbrandrisiko.

Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.


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