Bodenfeuchte-Bericht Bayern: Deutliche Trockenheit im Süden und Osten

Der aktuelle UFZ-Duerremonitor zeigt für Bayern zum Stichtag 21. Juni 2026 ein differenziertes Bild: Während der Norden und Westen des Landes überwiegend normale bis leicht trockene Bedingungen aufweisen, prägt schwere Dürre den Süden und Osten. Die Karte bildet ein 14-tägiges gleitendes Mittel des Bodenfeuchte-Index bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung wöchentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Differenzierung: Nordbayern zeigt überwiegend orange Färbung, was auf moderate Dürre hinweist – diese Gebiete erfahren statistisch solche Bedingungen etwa alle zehn Jahre. Der südliche Landesteil, insbesondere Oberbayern und Teile Schwabens, ist dagegen von roten Flächen geprägt, die schwere Dürre anzeigen (Eintrittswahrscheinlichkeit: etwa alle 20 Jahre). Im östlichen Bayern treten zusätzlich dunkelrote Zonen auf, die extreme Dürre signalisieren – ein Ereignis, das statistisch etwa alle 30 Jahre auftritt. Einzelne Gebiete im Norden und an der Westgrenze zeigen hellgelbe Töne (ungewöhnlich trocken).

Aktuelle Wetterlage verstärkt die Situation: Die letzten sieben Tage brachten Bayern im Durchschnitt nur 0,6 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 22,8 Grad Celsius – deutlich unter den normalen Niederschlagsmengen für Juni. Der Gesamtboden reagiert auf solche Kurzzeittrends jedoch träge; die aktuellen roten und dunkelroten Zonen der Karte spiegeln also bereits anhaltende Trockenheit der vergangenen zwei Wochen wider. In den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag vorhergesagt, während die Höchsttemperaturen auf 35,1 Grad Celsius steigen – dies dürfte die Bodenfeuchte in betroffenen Regionen weiter reduzieren.

Bedeutung für Land- und Forstwirtschaft: Die schwere Dürre in Süd- und Ostbayern erfordert aufmerksame Beobachtung. Landwirte sollten Bewässerungsmöglichkeiten überprüfen; für Waldgebiete erhöht sich die Waldbrandgefahr. In den moderat trockenen Regionen des Nordens können kurzfristige Niederschläge die Oberbodenfeuchte teilweise regenerieren, ohne dass der Gesamtboden sein Defizit schnell ausgleicht.

Datenhinweis: Der UFZ-Duerremonitor basiert auf Bodenfeuchtemessungen bis 1,80 Meter Tiefe und reagiert daher zeitverzögert auf aktuelle Wetterereignisse. Die aktuelle Karte zeigt das 14-Tage-Mittel bis 21. Juni 2026.

Den aktuellen Wetterbericht für Bayern finden Sie hier.

(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)

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