Bodenfeuchte-Bericht Berlin: Moderate Trockenheit im Gesamtboden

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 18. Juli zeigt für Berlin und Brandenburg ein heterogenes Bild: Während der Nordwesten des Landes normale Bodenfeuchte aufweist (hellgelbe bis gelbe Töne), dominiert in der Mitte und im Osten moderate bis schwere Trockenheit (orange bis rote Färbung). Im südlichen Bereich sind Bereiche dunkelroter Färbung erkennbar, was auf eine schwere bis extreme Dürre hindeutet. Die Karte bildet den Feuchtigkeitszustand des Gesamtbodens bis 1,80 m Tiefe ab – ein 14-Tage-Gleitendes Mittel, das wöchentlich vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aktualisiert wird.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Räumlich differenziert sich die Lage deutlich: Der Westen und Nordwesten Berlins zeigen überwiegend hellgelbe Färbung (ungewöhnlich trocken, alle 5 Jahre), während die zentrale und östliche Region sowie Teile Brandenburgs in den orangenen bis roten Bereich fallen (moderate bis schwere Dürre). Besonders die südlichen Landesteile weisen lokale Flecken dunkelroter Färbung auf, was einer extremen Dürre entspricht (Wiederholungsintervall ca. 30 Jahre). Blaugrüne Bereiche, die normale bis feuchte Bedingungen signalisieren würden, sind nur kleinflächig vorhanden.

Das aktuelle Wetter bietet Teillindertung: In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich 18,4 mm Niederschlag bei einer mittleren Temperatur von 21,5°C. Dies führt zu einer Erholung der oberflächennahen Bodenschichten; der Gesamtboden reagiert auf solche kurzfristigen Niederschläge jedoch träge. Die kommenden drei Tage bringen weitere 9,2 mm erwartete Niederschläge bei sinkenden Temperaturen (Minimum 13,6°C), was einer weiteren Feuchteaufnahme zugute kommen kann.

Für die Landwirtschaft bedeutet die moderate bis schwere Trockenheit im Gesamtboden eine angespannte Situation für tiefwurzelnde Kulturen. Grundwasserstände in Regionen mit Klasse 3 (rot) und höher sollten beobachtet werden. Die kleinflächigen extremen Werte im Süden erfordern gezielt lokale Anpassungen im Wassermanagement. Die Waldbrandgefahr bleibt trotz letzter Niederschläge in den betroffenen Bereichen erhöht.

Die Daten stammen vom UFZ-Duerremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Die wöchentliche Aktualisierung bietet eine aktuelle, wenn auch träge reagierende Einschätzung des tieferen Bodenwasserhaushalts.


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