Bodenfeuchte-Bericht Berlin: Moderate Trockenheit im Gesamtboden

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 18. Juli 2026 zeigt für Berlin und Brandenburg ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte: Während der Westen und Nordwesten der Region normale bis leicht feuchte Bedingungen aufweisen (gelbe bis hellgelbe Töne), dominieren in der Mitte, im Osten und Süden orange und rote Färbungen, die auf moderate bis schwere Trockenheit im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe hindeuten.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die Karte ist ein 14-Tage-gleitendes Mittel und wird wöchentlich vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aktualisiert. Sie reagiert daher träge auf kurzfristige Niederschläge. Der Oberboden kann sich schneller erholen als die tieferen Schichten abbilden.

Regional zeigt sich folgendes Muster: Der Nordwesten Berlins verzeichnet hellgelbe bis gelbe Werte (ungewöhnlich trocken bis moderat trocken). Die zentrale und östliche Region ist dagegen überwiegend orange gefärbt (moderate Dürre), mit kleineren roten Flecken (schwere Dürre), besonders im Süden und im Bereich der Mittelbrandenburgischen Platte. Dunkelrote Flächen, die extreme Trockenheit kennzeichnen würden, sind auf der Karte nicht sichtbar.

In den vergangenen sieben Tagen registrierte Berlin im Durchschnitt 20,2 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 20,5 Grad Celsius. Damit hat der oberflächennahe Boden in dieser Woche moderate Feuchtigkeitszufuhr erhalten. Allerdings: Der Gesamtboden reagiert auf solche Niederschlagsmengen nur begrenzt. Die Höchsttemperatur von 29,5 Grad in der Vorwoche hat die Verdunstung erhöht.

Für die kommenden drei Tage erwartet der Wetterdienst nur 7,5 Millimeter Niederschlag bei gemäßigten Temperaturen (Höchst: 21,4 Grad). Dies reicht nicht aus, um die Bodenfeuchte in tieferen Schichten nachhaltig zu verbessern. Die aktuelle Lage erfordert Beobachtung, besonders für landwirtschaftliche Kulturen mit flacherem Wurzelsystem und für Waldbestände.

Die moderate bis schwere Trockenheit in der östlichen Hälfte der Region entspricht dem statistischen Muster eines Ereignisses, das alle zehn bis zwanzig Jahre eintritt. Wasserbehörden sollten Versorgungssicherheit im Auge behalten; Landwirtschaftsbetriebe werden zu zusätzlicher Bewässerung geraten, falls keine signifikanten Niederschläge eintreten.

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