Bodenfeuchte-Bericht Brandenburg: Moderate bis schwere Trockenheit im Südosten, Westen unauffällig

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) zeigt für Brandenburg zum 22. Juni 2026 ein differenziertes Bild: Während der Westen und Nordwesten des Landes mit hellgelben bis gelben Färbungen moderate Bodenfeuchte aufweisen, prägen orange und rote Flächen den Süden und Osten. Dabei dominiert im südöstlichen Brandenburg die Klasse „moderate Duerre“, teilweise mit Übergängen zur Klasse „schwere Duerre“ (rote Färbung).

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Verteilung: Der Westen Brandenburgs – insbesondere die Bereiche westlich des 12. Längengrades – zeigt überwiegend hellgelbe Färbung, was der UFZ-Klasse „ungewöhnlich trocken“ entspricht. Der Norden weist ebenfalls weniger belastete Bedingungen auf. Dagegen sind die Regionen südlich des 52. Breitengrades sowie der gesamte östliche Landesteil (östlich von 13°E) deutlich trockener: Hier dominieren orange- und rotgefärbte Flächen, die auf „moderate Duerre“ beziehungsweise „schwere Duerre“ hindeuten. Besonders hervorzuheben sind zwei dunkelrot gefärbte Zonen im zentralen Süden und im Osten – diese entsprechen der UFZ-Klasse „extreme Duerre“, treten aber nur kleinflächig auf.

Einordnung der Kartendaten: Die UFZ-Karte bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Soil Moisture Index für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe ab. Sie reagiert daher träge auf kurzfristige Niederschläge. Die Wetterdaten der letzten sieben Tage zeigen für Brandenburg durchschnittlich nur 1,8 Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 23°C und Spitzenwerten bis 34°C – ein Zeichen für eine bereits etablierte Trockenphase. In den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag prognostiziert, während die Höchsttemperaturen auf 35,2°C ansteigen werden. Diese aktuellen Wetterbedingungen verschärfen die durch die UFZ-Karte abgebildete Trockenheitslage, besonders im bereits belasteten Südosten.

Bedeutung für Land- und Forstwirtschaft: Die moderate bis schwere Trockenheit im südöstlichen Brandenburg erfordert verstärkte Aufmerksamkeit. Für die Landwirtschaft können Bewässerungsreserven in diesen Regionen unter Druck geraten; für Waldbestände besteht erhöhtes Trockenstress-Risiko. Der weniger belastete Westen profitiert derzeit von ausgeglicheneren Bodenfeuchten, wenngleich auch dort die fehlenden Niederschläge zu beobachten sind.

Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert. Für aktuelle Wettervorhersagen für Brandenburg konsultieren Sie die täglich aktualisierten Wetterberichte.

(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)