Der aktuelle UFZ-Duerremonitor zeigt für Deutschland am 20. Juli 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe. Große Teile des Landes sind von moderater bis schwerer Trockenheit betroffen, während einzelne Regionen normale bis feuchte Bedingungen aufweisen. Die Karte wird wöchentlich aktualisiert und stellt ein 14-Tage-Gleitendes Mittel dar.

Regionale Verteilung: Der Süden und die Mitte Deutschlands zeigen überwiegend orange (moderate Dürre) und rote (schwere Dürre) Färbung. Bayern, Baden-Württemberg und große Teile Hessens, Rheinland-Pfalz sowie Baden-Württemberg sind deutlich betroffen. Im südlichen Bayern und Baden-Württemberg deuten dunkelrote Flecken auf extreme Trockenheit (statistische Wiederkehr alle 30 Jahre) hin. Der Norden zeigt heterogenere Bedingungen: Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind teilweise gelb (ungewöhnlich trocken) gefärbt, während Bremen und Hamburg Mischzonen aufweisen. Der Osten – besonders Sachsen, Sachsen-Anhalt und Teile Brandenburgs – zeigt orange bis rote Bereiche, teilweise mit dunkelrot gefärbten Flecken im Osten.
Wetterlage und Bodenreaktion: Die letzten sieben Tage brachten bundesweit im Durchschnitt 10,8 mm Niederschlag – unter dem saisonalen Normalwert. Einzige Ausnahmen sind Baden-Württemberg mit 51,9 mm und Schleswig-Holstein mit 19,5 mm, wo der Oberboden sich kurzfristig erholt hat. In trockeneren Bundesländern wie Hessen (1,1 mm), Nordrhein-Westfalen (0 mm) und dem Saarland (3,2 mm) ist die Bodenfeuchte deutlich angespannt. Weil die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens darstellt, reagiert sie träge auf kurzfristige Niederschlagsereignisse – die aktuellen Trockenheitsklassen spiegeln also eher die längerfristige Situation wider. Die für die nächsten drei Tage erwarteten durchschnittlich 1,7 mm Niederschlag werden an der grundsätzlichen Lage wenig ändern.
Einordnung und Folgen: Die dominante orange und rote Färbung deutet auf verschärfte Bedingungen in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft hin. In Regionen mit roten und dunkelroten Flecken ist mit erheblichem Trockenstress bei Vegetation zu rechnen. Die Grundwasserneubildung bleibt begrenzt. Regionen mit moderater Dürre erfordern Aufmerksamkeit hinsichtlich Bewässerung und Wasserwirtschaft, stellen aber noch keine akute Notlage dar. Die Südregionen mit extremen Werten (dunkelrot) sollten verstärkt beobachtet werden.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Baden-Württemberg: Bodenfeuchte-Bericht vom 20. Juli 2026 – Deutliche Trockenheit in weiten Teilen
- Bodenfeuchte-Bericht Berlin: Moderate bis schwere Trockenheit im Gesamtboden
- Bodenfeuchte-Bericht Bremen: Ungewöhnliche Trockenheit im Süden, Norden grünflächig
- Bodenfeuchte-Bericht Hamburg: Regionale Unterschiede bei Trockenheit am 20. Juli 2026
- Bodenfeuchte-Bericht Mecklenburg-Vorpommern: Regionale Trockenheit im Osten und Süden
- Bodenfeuchte-Bericht Saarland: Moderate bis schwere Trockenheit im Gesamtboden
- Bodenfeuchte-Bericht Sachsen: Moderate Trockenheit im Norden, südliche Regionen feuchter
- Bodenfeuchte-Bericht Thüringen: Moderate Trockenheit in Süd- und Mittelbereichen
- Bodenfeuchte-Lage in Nordrhein-Westfalen: Moderate Trockenheit im Süden, Norden und Westen mit normalen Bedingungen
- Bodenfeuchte-Lage in Rheinland-Pfalz: Moderate bis schwere Trockenheit dominiert
- Bodenfeuchte-Lage in Sachsen-Anhalt: Moderate bis schwere Trockenheit im Süden und Osten
- Hessen: Bodenfeuchte-Bericht vom 20. Juli 2026 – moderate Trockenheit im Süden und Osten
- UFZ-Duerremonitor: Bayern zeigt gemischte Bodenfeuchte-Lage – Süden und Osten unter Druck
Mehr zum Wetter und den Folgen:
