Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 20. Juli 2026 zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein differenziertes Bild: Während der Westen und Südwesten des Landes noch überwiegend normale Bodenfeuchte aufweisen, sind große Teile des Ostens und des südlichen Landeszentrums mit moderater bis schwerer Dürre klassifiziert. Das 14-Tage-Gleitendes-Mittel des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) basiert auf Bodenfeuchtemessungen bis 1,80 m Tiefe und wird wöchentlich aktualisiert.

Regionale Verteilung: Der nordwestliche Küstenbereich und Teile des südwestlichen Landesinneren zeigen überwiegend hellgelb (ungewöhnlich trocken) bis normale Bedingungen. Die zentrale und östliche Region – insbesondere das Gebiet um Berlin-Brandenburg sowie der äußerste Nordosten – sind hingegen deutlich trockener: Hier dominieren orange (moderate Dürre) und rote Bereiche (schwere Dürre). Kleinräumig treten dunkelrote Flecken auf, die auf extreme Trockenheitsbedingungen (Klasse 4) hinweisen, besonders im südöstlichen Landesteil und im mittleren Bereich.
Wetterlage und Karten-Interpretation: Die letzten sieben Tage brachten durchschnittlich 14,1 mm Niederschlag bei Temperaturen um 18,1°C. Obwohl diese Niederschläge den Oberboden kurzfristig angefeuchtet haben, reagiert der Gesamtboden – dessen Zustand die Karte abbildet – träge auf kurzfristige Wetterereignisse. Der Pegel der Gesamtbodenfeuchte wird daher durch die anhaltende Trockenphase der Vorwochen geprägt. Die nächsten drei Tage bringen nur 5,5 mm erwarteter Niederschlag bei Höchsttemperaturen um 21°C – eine deutliche Erholung der Situation ist damit nicht zu erwarten.
Bedeutung für Land- und Forstwirtschaft: In den orange und rot klassifizierten Gebieten erleben Landwirte moderat bis deutlich erschwerte Bedingungen für Bewässerung und Pflanzenwachstum. Für Wälder, insbesondere Fichten und Kiefern, stellt die Klasse-3-Situation (schwere Dürre) im Osten ein erhöhtes Schädlingsrisiko dar. Die normal bis leicht trockenen Gebiete im Westen ermöglichen dagegen noch ausreichend Wasserverfügbarkeit. Die regionale Differenzierung erfordert ortsspezifische Wasserwirtschaftsmaßnahmen.
Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.
Quelle: UFZ-Duerremonitor, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Soil Moisture Index (SMI) Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe. Wöchentliche Aktualisierung.
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