Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Deutschland zum 20. Juni 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte: Während der Norden und Nordwesten grüne und blaue Bereiche aufweisen – normal bis feucht –, herrscht in Süd- und Ostdeutschland eine ausgeprägte Trockenheit vor. Die aktuelle 14-Tage-Karte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung dokumentiert damit ein klassisches Süd-Nord-Gefälle in der Bodenwassersituation.

Regionale Verteilung: Der Norden Deutschlands – insbesondere Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern – zeigt überwiegend grüne bis blaugrüne Färbung, was auf normale bis feuchte Bodenfeuchte im Gesamtboden (bis 1,80 m Tiefe) hindeutet. In Nordrhein-Westfalen und Teilen von Hessen treten gelbe bis orangefarbene Bereiche auf (ungewöhnlich trocken bis moderate Dürre). Der Süden und Osten sind deutlich trockener: Baden-Württemberg, Bayern, Teile Baden-Württembergs sowie fast vollständig Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und die südlichen Bundesländer zeigen orange bis rote Färbung – moderate bis schwere Dürre. Besonders die östlichen Regionen und Südbayern weisen intensive rote Flecken auf, was auf schwere Dürre-Bedingungen hindeutet. Isolierte dunkelrot gefärbte Areale deuten örtlich auf extreme Trockenheit hin.
Wetter und Kartendynamik: Die UFZ-Karte bildet ein 14-Tages-Mittel ab und reagiert damit träge auf kurzfristige Niederschlagsereignisse. Die letzten sieben Tage brachten bundesweit im Schnitt nur 7 mm Regen. Regional zeigen sich Unterschiede: Der Norden (Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern) erhielt 17–26 mm, was sich bereits in der grünen Färbung widerspiegelt. Der Süden und Osten erhielten deutlich weniger – Baden-Württemberg 0 mm, Bayern 0,6 mm, Sachsen 3,3 mm. Die geringe Niederschlagsmenge der vergangenen Woche hat diese Defizite nicht ausgleichen können. Die Temperaturen der letzten sieben Tage lagen bei durchschnittlich 19,5°C, unterstützen also Verdunstung. Die Vorhersage für die kommenden drei Tage deutet auf keine signifikante Niederschlagsbesserung hin – bundesweit erwartet sind nur 1,7 mm im Durchschnitt, mit regionalen Schwerpunkten in Berlin (8,5 mm) und Nordrhein-Westfalen (13,1 mm). Der Osten und Süden erhalten dem Trend nach minimal Regen.
Einordnung für Wirtschaft und Umwelt: In den orange bis rot gefärbten Regionen (moderate bis schwere Dürre) ist Aufmerksamkeit geboten. Für die Landwirtschaft bedeutet die schwere Dürre im Gesamtboden ein erhöhtes Wasserstress-Risiko – insbesondere bei Kulturen, die tiefere Bodenschichten nutzen. Der Gesamtboden reagiert träge, sodass selbst gelegentliche Niederschläge kurzfristig nur den Oberboden befeuchten; eine Durchfeuchtung bis 1,80 m erfordert anhaltendes Regenaufkommen. Forstressourcen in den betroffenen Ostgebieten zeigen ebenfalls Wassermangel. Grundwasserneubildung ist in den trockenen Regionen gebremst. Für die Wasserversorgung ist die aktuelle Situation bislang nicht kritisch, doch eine Verlängerung der Trockenphase könnte zu Restriktionen führen.
Die nächste UFZ-Aktualisierung erfolgt in einer Woche und wird zeigen, ob die bescheidenen Regenmengen das Nord-Süd-Gefälle verschieben.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Bodenfeuchte-Bericht Bayern: Moderate bis schwere Trockenheit im Süden und Osten
- Bodenfeuchte-Bericht Brandenburg: Orange und rote Zonen im Süden und Osten, Norden mit Entlastung
- Bodenfeuchte-Bericht Mecklenburg-Vorpommern: Deutliche Trockenheit im Osten und Süden
- Bodenfeuchte-Bericht Nordrhein-Westfalen: Norden ausreichend feucht, Süden und Osten trocken
- Bodenfeuchte-Bericht Rheinland-Pfalz: Regionale Unterschiede prägen die aktuelle Lage
- Bodenfeuchte-Bericht Saarland: Mosaik aus Trockenheit und normalen Bedingungen (21.06.2026)
- Bodenfeuchte-Bericht Thüringen: Ungewöhnliche Trockenheit im Süden und Osten
- Bodenfeuchte-Lage in Bremen: Unterschiede zwischen Westen und Osten
- Bodenfeuchte-Lage Schleswig-Holstein: Östliche Regionen deutlich trockener
- Sachsen: Bodenfeuchte-Lage mit regionalen Unterschieden – Schwere Trockenheit in Mittelteilen
(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)